Alles was sonst nirgends hinpaßt....

Helfen Sie mit, Unser endlich Nichtraucher-Forum zu unterstützen:

A

Anonymous

Die Kusskrankheit, die Dauerschlapp macht



Halsschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit - oft steckt nur ein grippaler Infekt dahinter. Doch gerade junge Frauen, die unter anhaltend starker Müdigkeit leiden, sollten die Beschwerden ärztlich abklären lassen. Sie könnten auch auf Pfeiffersches Drüsenfieber hinweisen.

Eigentlich ist eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus eine harmlos verlaufende Erkrankung, die vor allem über den Speichel übertragen wird – weshalb das Pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose) auch Kusskrankheit genannt wird. Wer sich einmal mit den Virus infiziert hat, ist lebenslanger Träger. Da die Beschwerden einem grippalen Infekt ähneln, wird die Erkrankung vor allem bei Kindern meist gar nicht oder erst sehr spät erkannt. Erkranken hingegen Erwachsene, kommt es manchmal zu teils heftigen Symptomen, wie starken Halsschmerzen, üblen Schluckbeschwerden, Lymphknotenschwellungen und Fieber.

Weitere Hinweise auf eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus sind starke Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit.

Frauen leiden besonders

„Wochenlang anhaltende Erschöpfung und extreme Müdigkeit beeinträchtigen gerade die weiblichen Pfeiffer-Patienten“, erklärt Dr. Dirk Heinrich vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. „Teilweise kommen Frauen in unsere Praxis, die über ein erhöhtes Schlafbedürfnis, allgemeine Unlust und Konzentrationsmangel klagen“. In diesen Fällen rät auch der Frauenarzt Dr. Christian Albring vom Berufsverband der Frauenärzte, die Patientinnen auf das Pfeiffersche Drüsenfieber hin zu untersuchen. Warum jedoch gerade Frauen unter diesen ausgeprägten Symptomen leiden, ist unklar. Nach Angaben der Experten gebe es jedoch Fälle, bei denen Frauen aufgrund der starken und lange anhaltenden Müdigkeit schon ihr Studium abgebrochen haben.

Komplikationen möglich

Obwohl die Erkrankung meist unkompliziert verläuft, sollte sie trotzdem nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn auch schwere Ausprägungen sind möglich. So kann etwa die Leber in Mitleidenschaft gezogen werden und eine Infektion zu einer Leberentzündung führen..
Eine starke Entzündung hat dann manchmal sogar eine Gelbfärbung der Haut – also die Gelbsucht – zur Folge. In einem solchen Fall sollten die Betroffenen auf jeden Fall auf Alkohol und Medikamente verzichten, da diese die Leber zusätzlich beeinträchtigen.

Manchmal schwillt im Verlauf der Erkrankung die Milz an, da sie als Blutfilterorgan im Falle einer Erkrankung besonders schwere Arbeit zu leisten hat. Stellt der Arzt eine vergrößerte Leber fest, sollte auf bestimmte Sportarten verzichtet werden, um einem Milzriss vorzubeugen.In sehr seltenen Fällen erreicht das Virus auch das Nervensystem, was zu Entzündungen und Lähmungserscheinungen führen kann.

Ursächliche Behandlung nicht möglich

Behandelt wird die Kusskrankheit je nach Ausprägung der Symptome, eine ursächliche Therapie ist allerdings nicht möglich. Deshalb kommen häufig Medikamente zum Einsatz, die lediglich die Symptome lindern. Da das Pfeiffersche Drüsenfieber durch Viren verursacht wird, ist die Behandlung mit Antibiotika meist sinnlos und nur dann hilfreich, wenn es durch Bakterien zu einer Sekundärinfektion gekommen ist. Wichtig ist, sich im Falle einer Infektion zu schonen, ausreichend zu trinken und gegebenenfalls fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen einzunehmen.

Quelle: netdoktor
 
A

Anonymous

Multiresistente Keime werden häufiger als bisher gedacht von Fernreisenden

eingeschleppt, wie Forscher herausgefunden haben. Einige Regionen sind

besonders stark betroffen..

LEIPZIG. Ein zunehmendes Auftreten multiresistenter Keime stellt

Krankenhäuser auch in Deutschland vor große Herausforderungen. Woher kommen

die gefährlichen Erreger, und welche Maßnahmen bieten Patienten den

geeigneten Schutz?

Antworten auf diese Fragen liefern Infektiologen und Mikrobiologen des

Universitätsklinikums Leipzig anhand der Daten von Fernreisenden: Die

Erreger werden oftmals mit nach Hause gebracht (J Med Microbiol 2015; 305:

148).

Über 12 Monate wurde in einer infektiologischen Studie am

Universitätsklinikum Leipzig (UKL) das Risiko eines Erreger-Imports durch

Fernreisen untersucht, teilt die Uniklinik Leipzig mit.

"Wir konnten dabei erstmals für Deutschland in einer größeren Kohorte

zeigen, dass fast ein Drittel der Reisenden nach der Heimkehr aus Gebieten

mit hoher Erregerdichte tatsächlich Träger multiresistenter Erreger ist",

wird Dr. Christoph Lübbert, Leiter des Fachbereichs Infektions- und

Tropenmedizin am UKL, in der Mitteilung zitiert.

Datenanalyse von 225 Reisenden

Der Internist mit den Arbeitsschwerpunkten Gastroenterologie, Infektiologie

und Tropenmedizin hat zwischen Mai 2013 und April 2014 die Daten von 225

Reisenden vor und nach einer Fahrt in Gebiete mit hohem Vorkommen

multiresistenter Erreger (MRE) verglichen.

"Das betrifft vor allem den indischen Subkontinent und Südostasien sowie

verschiedene Länder in Afrika und Mittel- bzw. Südamerika, in denen diese

problematischen Erreger deutlich häufiger als bei uns auftreten", so

Lübbert.

Im Zentrum der Studie standen ESBL-bildende Bakterien, die gegen die meisten

der verfügbaren Antibiotika resistent sind.

Eine Besiedlung mit diesen Darmbewohnern ist für Gesunde meist ungefährlich

und verursacht keine Symptome.

Ein Gesundheitsrisiko besteht allerdings im Falle einer Erkrankung des

Trägers oder bei Kontakt mit immungeschwächten Mitmenschen. Die genauen

Übertragungsmechanismen dieser Erreger sind noch nicht vollständig bekannt.

"Unsere Studie liefert hier einige Hinweise, denn weder gründliche

Händehygiene noch die ausschließliche Verwendung verpackter Getränke während

der Reise hatten eine überzeugende Schutzwirkung", erläutert Lübbert.

Es zeigte sich dabei auch, dass eine unterwegs erworbene Gastroenteritis mit

einem erhöhten Übertragungsrisiko korreliert.

Von den untersuchten 225 gesunden Probanden mit einem Durchschnittsalter von

34 Jahren war nach der Reise bei 30,4 Prozent eine Besiedlung mit

ESBL-bildenden Bakterien zu beobachten.

"Dieser Wert bestätigt ähnliche aktuelle Untersuchungen in Skandinavien und

den Niederlanden und ist höher als bislang angenommen", so Lübbert.

Am häufigsten wurden die Erreger nach Indien-Reisen (mehr als 70 Prozent der

Reisenden) festgestellt, gefolgt von Reisen nach Südostasien (fast 50

Prozent der Reisenden).

Frühere Studien gingen von Raten zwischen 14 und 25 Prozent aus. Keiner der

Studienteilnehmer erkrankte im Untersuchungszeitraum aufgrund der

Besiedlung.

In einer Folgeuntersuchung nach sechs Monaten war ein Rückgang der

Besiedlung festzustellen, nur noch 8,6 Prozent der Probanden waren weiterhin

Träger der importierten Erreger.

Vor Reiseantritt erhobene Daten lassen auf eine Besiedelungshäufigkeit

(Prävalenz) mit ESBL-Bildnern von immerhin 6,8 Prozent im Großraum Leipzig

schließen, so Lübbert.Maßnahmen zur Prävention

"Unsere Studie zeigt, dass der Kampf gegen multiresistente Erreger ein

globales Herangehen erfordert, um künftig erfolgreich sein zu können",

resümiert Lübbert.

Anderenfalls würden fortwährend auftretende Importe alle lokalen Bemühungen

um eine MRE-Bekämpfung verhindern.

Bereits jetzt ließen sich Empfehlungen für konkrete Maßnahmen für

Krankenhäuser aus den Forschungsergebnissen ableiten, heißt es in der

Mitteilung.

Ein systematisches Aufnahmescreening für ESBL-bildende Bakterien bei

Patienten, die innerhalb der letzten sechs Monate in Indien oder Südostasien

waren, könne in Einrichtungen des Gesundheitswesens und vor allem in

Krankenhäusern dem Risiko einer unbemerkten Übertragung wirksam vorbeugen.

Gleichzeitig sei eine vorsorgliche Isolierung bis zum Vorliegen der

Untersuchungsergebnisse zu empfehlen.

"Auch ein Screening für Beschäftigte in der Lebensmittelindustrie und

Gastronomie nach solchen Reisen könnte eine vorbeugende Maßnahme für die

Zukunft darstellen", so Lübbert. (eb)

@uelle - http://www.aerztezeitung.de
 
A

Anonymous

sunny meinte:
Bereits jetzt ließen sich Empfehlungen für konkrete Maßnahmen für Krankenhäuser aus den Forschungsergebnissen ableiten, heißt es in der Mitteilung. Ein systematisches Aufnahmescreening für ESBL-bildende Bakterien bei Patienten, die innerhalb der letzten sechs Monate in Indien oder Südostasien waren, könne in Einrichtungen des Gesundheitswesens und vor allem in Krankenhäusern dem Risiko einer unbemerkten Übertragung wirksam vorbeugen. Gleichzeitig sei eine vorsorgliche Isolierung bis zum Vorliegen der Untersuchungsergebnisse zu empfehlen.
Zukunft darstellen", so Lübbert. (eb)
@uelle - http://www.aerztezeitung.de

Wirklich eine gute Empfehlung....ein weiteres Aufnahmescreening,...neben den schon jetzt durchgeführten....hmhm....und dann Isolierung bis zum Ergebnis....ach wir bauen einfach an die Klinik an und stellen noch ein paar zusätzliche Pflegekräfte ein....dann klappt das auch.
 
A

Anonymous

Aut idem und Reimport: Austausch nicht mehr ausgeschlossen

Verschreibt ein Arzt seinem Patienten einen Reimport und setzt ein

Aut-idem-Kreuz, können Apotheker dieses Kreuz künftig in bestimmten Fällen

ignorieren. Grund ist eine Änderung im Arzneiversorgungsvertrag zwischen dem

Deutschen Apothekerverband (DAV) und dem Verband der Ersatzkassen (vdek).

Die Kombination aus Reimport und Aut-idem-Kreuz ist für Kassen wie Apotheker

problematisch, seit das Sozialgericht Koblenz im Januar 2014 einen

Rechtsstreit zwischen einem Apotheker und einer Krankenkasse schlichten

musste. Dem Pharmazeuten war das Geld für einen abgegebenen Reimport

retaxiert worden, da die Kasse einen Rabattvertrag über das Originalpräparat

geschlossen hatte. Der Apotheker verwies jedoch auf das gesetzte

Aut-idem-Kreuz und bekam vor Gericht Recht. In diesem Fall habe er gar nicht

austauschen dürfen, urteilten die Juristen damals.

Allerdings hat die Regelung, dass Reimporte mit Aut-idem-Kreuz nicht mehr

ausgetauscht werden dürfen, nicht nur Vorteile. Schließlich muss ein

Reimport häufig erst einmal bestellt werden und der Patient muss

möglicherweise länger auf sein Medikament warten. Auch die Kassen haben

naturgemäß kein Interesse daran, auf ihre Rabattansprüche zu verzichten.

DAV und Ersatzkassen legten deshalb Mitte Dezember vertraglich fest, dass

bei gesetztem Aut-idem-Kreuz künftig doch nicht zwingend der verordnete

Reimport, sondern auch in der Apotheke vorrätige Originalpräparate abgegeben

werden dürfen. Ausnahmen gelten nur dann, wenn der Arzt das Aut-idem-Kreuz

mit dem Vermerk versehen hat, dass aus medizinischen Gründen nicht

ausgetauscht werden darf. Dann muss der Apotheker auch in Zukunft den

Reimport bestellen..

Die Neuregelung ist bereits zum 1. Januar in Kraft getreten, gilt aber

selbstverständlich nur für Versicherte von Ersatzkassen. Allerdings

unternehmen auch andere Kassen und Apothekerverbände bereits Versuche, die

Weisung des Sozialgerichts Koblenz mit eigenen Verträgen zu umgehen. Zuletzt

hatte der Bayerische Apothekerverband eine ähnliche Regelung mit seinen

Vertragspartnern getroffen. (ah)

@uelle - http://www.pharmazeutische-zeitung.de
 
A

Anonymous

München (netdoktor.de) – In vielen öffentlichen Toiletten kann man sich die

Hände in einem Luftstrom trocknen. Das produziert keinen Papiermüll - aber

ist es auch hygienisch? Sicher nicht, fanden amerikanische Forscher nun

heraus. Denn die Handtrockner pusten Bakterien durch den halben Raum.

Mark Wilcox und seine Kollegen von der School of Medicine an der University

of Leeds kontaminierten die Hände von Testpersonen mit Lactobacillus – einem

harmlosen Bakterium, das häufig in öffentlichen Toiletten vorkommt. Die

Keimzahl entsprach der nach einem flüchtigen Händewaschen. Denn die meisten

Menschen reinigen sich die Hände nicht gründlich und lange genug.

Luftstrom versus Papiertuch

Nach dem Aufbringen der Bakterienlösung trockneten sich die Probanden die

Hände entweder mit einem Papiertuch ab oder sie benutzen einen

Händetrockner. Die Wissenschaftler testeten hierbei zwei unterschiedliche,

häufig eingesetzte Geräte: einen Warmluft-Handtrockner und einen

Jet-Handtrockner, bei dem der Luftstrom noch stärker ist, sich aber zwischen

zwei Plastikwänden befindet. Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 120

Luftproben nach Keimen.

27-fache Keimdosis

Das Ergebnis: Die Handtrockner sind regelrechte Keimschleudern. Die Anzahl

der Bakterien in unmittelbarer Nähe zu den Trockengeräten war beim

Jet-Handtrockner viereinhalb Mal höher als beim Benutzen von Papiertüchern,

beim Warmlufttrockner sogar 27 Mal höher. Ein ähnliches Verhältnis fanden

die Wissenschaftler auch noch in einem Meter Abstand vom Trockengerät.

Ungeeignet für Kliniken

Die Keime blieben außerdem deutlich länger in der Luft als die

durchschnittliche Handwaschzeit von 15 Sekunden dauert – nach fünf Minuten

wehten immer noch 48 Prozent der Lactobacilli durch die Luft. Selbst nach 15

Minuten konnten sie noch in der Luft um den Handtrockner nachgewiesen

werden. Wer ein entsprechendes Gerät in einer öffentlichen Toilette benutzt,

muss also damit rechnen, die volle Ladung Bakterien vom Vorbenutzer

abzubekommen. „Vor allem für den klinischen Bereich, etwa in Krankenhäusern,

sind die Handtrockengeräte ungeeignet“, Wilcox und Kollegen in ihrer Studie.

Wer sich richtig die Hände wäscht, entfernt damit nicht nur oberflächlichen

Schmutz, sondern auch einen Großteil der Mikroorganismen, etwa Grippeviren

und Durchfallerreger. Studien belegen: Korrektes Händewaschen kann das

Infektionsrisiko deutlich senken. Und so geht es: Vor dem Einseifen sollte

man zunächst den Schmutz mit lauwarmem Wasser anlösen. Anschließen heißt es

seifen, seifen, seifen. Und zwar zehn Sekunden lang die Hände gründlich

einreiben, auch zwischen den Fingern. Danach die Hände gut abspülen und

anschließend sorgfältig abtrocknen. (ab)

Quelle: Wilcox M. H. et al.: Microbiological comparison of hand-drying

methods: the potential for contamination oft he environment, user, and

bystander. J Hoso Infect, 27. August 2014.

@uelle - http://www.netdoktor.de
 
A

Anonymous

------------------------------------------------------------------------------

Ein Pilotprojekt mit COPD-Patienten soll das Potenzial der Telemedizin in

der Integrierten Versorgung ausloten. Die Behandlungshoheit bleibt beim

Haus- oder Facharzt.

HAMBURG. Wie lässt sich die individualisierte Versorgung chronisch kranker

Patienten mittels Telemonitoring und damit einhergehend die Förderung eines

therapiegerechten Patientenverhaltens erreichen?

Diese Fragestellung steht im Mittelpunkt eines zum 1. April gestarteten

Pilotprojekts zur Integrierten Versorgung (IV) der Techniker Krankenkasse

(TK), des Medizintechnikanbieters Philips und des Robert-Bosch-Krankenhauses

(RBK) in Stuttgart zur telemedizinischen Betreuung von Patienten mit

chronisch obstruktiver Bronchitis (COPD) in Deutschland.

Patienten übermitteln Vitaldaten

Von IT-Seite her begleitet Philips das Projekt mit seiner telemedizinischen

Lösung Motiva. Wie das Unternehmen mitteilt, erhalte jeder Patient wahlweise

eine Set-Top-Box für den Fernseher oder ein Tablet.

Darüber würden täglich automatisiert interaktive Inhalte und

gesundheitsbezogene Informationen an die Patienten geschickt, die an ihren

Gesundheitszustand und ihr Verhalten angepasst seien.

Dafür übermitteln die Patienten laut Philips jeden Tag wichtige

Vitalparameter wie die Sauerstoffsättigung des Blutes und senden diese

mittels einer sicheren Netzwerkverbindung an das Telemedizinische Zentrum am

RBK.

Dort analysiere das medizinische Personal die Infos, würden die Patienten

telefonisch beraten oder der behandelnde Arzt vor Ort direkt informiert. So

könne auf Verschlechterungen des Gesundheitszustandes sofort reagiert

werden..

Die Behandlungshoheit verbleibe weiterhin bei dem behandelnden Haus- bzw.

Facharzt.

Langfristiges Ziel des Projektes, an dem von der TK ausgewählte

COPD-Patienten teilnähmen, sei es, durch Verhaltensänderungen des Patienten

zur Verbesserung seiner Lebensqualität beizutragen. Den Patienten entstünden

hierbei keine zusätzlichen Kosten.

"Mit Philips Motiva unterstützen wir durch persönlich gestaltete Programme

medizinische Versorgungseinrichtungen in der Kommunikation und Betreuung von

chronisch kranken Patienten.

Die Teilnehmer können zu Hause geschult und an therapeutische Maßnahmen

erinnert werden, um Krankenhausaufenthalte zu vermeiden", beschreibt Eva

Braun, Leiterin Philips Healthcare.

TK will Kosten senken

Für die TK birgt die Telemedizin großes Potenzial. "Als größte deutsche

Krankenkasse sehen wir in dieser telemedizinischen Lösung die Chance, die

Kosten der medizinischen Versorgung zu senken und dabei gleichzeitig die

medizinische Versorgung der Patienten noch weiter zu steigern", verdeutlicht

Klaus Rupp, Leiter des Versorgungsmanagements der TK.

Wie Professor Mark Dominik Alscher, Ärztlicher Direktor des RBK, versichert,

werde Telemedizin den behandelnden Arzt vor Ort nicht ersetzen, sondern

werde als hilfreiche und sinnvolle Unterstützung verstanden.

"Der persönliche Kontakt bleibt durch regelmäßige Untersuchungen in der

Praxis erhalten und ist wichtigster Bestandteil von Diagnostik und

Therapiemanagement", wie Alscher hervorhebt.

@uelle - http://www.aerztezeitung..de
 
A

Anonymous

COPD oder Alpha-1? Ein Test gibt Gewissheit

Husten, Auswurf, quälende Atemnot – klagen Patienten über solche Symptome, denken Ärzte als erstes an die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Doch in einigen Fällen steckt ein anderes Leiden dahinter: ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (Alpha-1). Bleibt er unerkannt, drohen schwere Lungenschäden..
Jeder COPD-Patient in Deutschland hat einen Anspruch darauf, sich mindestens einmal im Leben auf das Vorliegen von Alpha-1 testen zu lassen. Dies empfehlen auch die Behandlungsleitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Atemwegsliga. Eine aktuelle Umfrage unter Fachärzten auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin hat allerdings ergeben, dass nur etwa 13 % aller Fachärzte ihre Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) auf einen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel untersuchen.
Dabei ist es ganz einfach: Mit einem einfachen Schnelltest kann die Erkrankung Alpha-1 leicht ausgeschlossen werden.

Auf Besonderheiten achten – testen lassen
Je früher Alpha-1 erkannt wird, desto besser kann die Therapie die Erkrankung positiv beeinflussen und ein Fortschreiten verzögern. Mit den folgenden Fragen können Sie Ihr Risiko für die seltene Erberkrankung abschätzen. Wenn Sie mehr als eine Frage mit Ja beantwortet haben, sollten Sie vorsorglich einen Test zur Bestimmung Ihres Alpha-1-Antitrypsin-Spiegels machen lassen. Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt, er kann Alpha-1 mithilfe eines Schnelltests mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen. Bei positivem Schnelltest kann im Anschluss die Bestätigung des Ergebnisses mittels eines ausführlichen Bluttests erfolgen.

Leiden Sie häufig an Husten, Auswurf und Atemnot? Treten die Beschwerden nicht nur unter Belastung, sondern auch im Ruhezustand auf?
Haben Sie häufig Infekte der Atemwege (z.B. Bronchitis, Lungenentzündung, etc.)?
Leiden Sie an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), die sich trotz Behandlung nicht verbessert hat?
Leiden Sie an Asthma, das sich auch unter Einsatz bronchienerweiternder Sprays nicht bessert?
Sie haben nie oder nur sehr wenig geraucht und trotzdem wurde bei Ihnen COPD diagnostiziert?
Die Diagnose COPD wurde bei Ihnen vor dem 40. Lebensjahr gestellt? Ist in Ihrer Familie bereits jemand an einem Lungenemphysem erkrankt oder ist ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel bekannt?
Hatten Sie im Kinder- oder Jugendalter bereits eine Lebererkrankung?

Die Initiative PROAlpha Ziel der von Alpha-1-Centern, interessierten Ärzten und dem Unternehmen Grifols gegründeten Initiative PROAlpha ist es, über die Erberkrankung Alpha-1 aufzuklären und Ärzte sowie Patienten zu bewegen, ihre Patienten bzw. sich auf Alpha-1 zu testen bzw. testen zu lassen. Damit ruft die Initiative zu Deutschlands bislang größtem Screening auf Alpha-1 auf und möchte damit dazu beitragen, dass Alpha-1-Patienten frühzeitiger und vermehrt diagnostiziert und behandelt werden können.

Quelle: http://www.jameda..de
 
A

Anonymous

Die Theorie vom „Asthma-Mikrobiom“

Falsche Mitbewohner in der Lunge werden derzeit als mögliche Ursache von Asthma gehandelt. Sollte das stimmen, könnten sich präventive Konzepte ableiten lassen.

Der menschliche Körper besteht aus wesentlich mehr Mikroben als Zellen. Sechs große Gruppen von Bakterien formen die Mikrobiome, die sich von Individuum zu Individuum und von Organsystem zu Organsystem fundamental unterscheiden. Das vaginale Mikrobiom sieht völlig anders aus als das des Darms oder der Haut und alle interagieren mit dem Immunsystem. Es gibt zwar ein Kern-Mikrobiom – jeder Mensch trägt E. coli im Darm und Staphylococcus epidermidis auf der Haut – aber das „Ideal-Mikrobiom“ für jedermann ist nicht bekannt.

„Ich bin überzeugt, dass Wechselwirkungen zwischen genetischer Disposition und Keimen bei allen chronisch-inflammatorischen Krankheiten ganz entscheidend zum klinischen Phänotyp beitragen“, betonte Professor Dr. Harald Renz, Direktor der Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie am Universitätsklinikum Marburg. Demnach wären Adipositas und Alzheimer-Demenz, Arteriosklerose und Asthma letztlich eine Folge fehlgeleiteter Immunreaktionen.

Acinetobacter lwoffi gegen allergische Sensibilisierungen

Worauf es ankommt, sind offenbar Dichte und Vielfalt der Keimflora. Inzwischen konnte eine Reihe von Bakterien identifiziert werden, die vermutlich eine Schutzwirkung gegen atopische Erkrankungen ausüben, beispielsweise Acinetobacter lwoffi gegen allergische Sensibilisierungen oder Staphylococcus sciuri und Gardnerella vaginalis gegen Asthma. Letzterer Keim deutet auch an, wie wichtig die Keime sind, die ein Neugeborenes beim Weg durch den Geburtskanal aufschnappt.

Dort werden die Grundlagen des Mikrobioms gelegt, und tatsächlich gibt es ja Hinweise, dass Kinder nach Schnittentbindung ein erhöhtes Asthmarisiko haben.
Einen ersten Schutz bietet wahrscheinlich schon im Mutterleib die transplazentare Antigenexposition.

Forschungen haben ergeben, dass Keime ganz unterschiedliche, vermutlich synergistisch wirksame Mechanismen anstoßen, die asthmapräventiv wirken können. Acinetobacter lwoffi beispielweise „schubst“ das Immunsystem in Richtung Th1, also weg vom allergischen Phänotyp Th2. Staphylococcus sciuri setzt allgemein antiinflammatorische Prozesse in Gang. „Wir glauben, dass wir Diversität in der Keimflora brauchen, um das Immunsystem auf einen guten Weg zu bringen“, meinte Prof. Renz.

Offene Fragen gibt es aber zuhauf. Wenn sich unterschiedliche Mikrobiome bei Asthmatikern und Lungengesunden finden – liegt das an einem angeborenen Barrieredefekt des Asthmatikers oder ist das Asthma Folge einer Fehlbesiedlung? Wie könnte eine präventive Intervention aussehen und wann müsste sie stattfinden? Viel spricht dafür, dass das entscheidende Expositionsfenster in der Kindheit liegt – je früher, desto besser.

Quelle: http://www.medical-tribune.de/
 
A

Anonymous

Wann ein hoher Puls gefährlich wird

Auch wenn Herzrasen meist harmlos ist, sollten diese Episoden Anlass sein, das Herz gründlich zu untersuchen
Puls am Handgelenk selber messen.
Unterhalb der Innenseite des Handgelenks lässt sich der Puls ertasten
Unbemerkt erledigt das Herz seine Aufgabe: Sekunde für Sekunde, Minute für Minute pumpt es ausreichend Blut in den Kreislauf. "Der optimale Ruhepuls eines gesunden Erwachsenen liegt bei 60 bis 70 Schlägen pro Minute", sagt Dr. Barbara Richartz, niedergelassene Kardiologin in München. Deutlich schneller, mit weit über 100 Schlägen, arbeitet es bei Kleinkindern, im Alter dagegen schlägt es meist ein bisschen langsamer.

Richartz: "Die Ruheherzfrequenz ist etwas sehr Individuelles. Solange sie aber unter 90 Schlägen pro Minute liegt, ist das in Ordnung." Per Definition liegt eine Tachykardie – also ein zu schneller Herzschlag – bei einem Erwachsenen ab 100 Schlägen pro Minute vor. Kontrollieren Sie sich selbst: Ertasten Sie Ihren Puls an einer Seite des Halses, seitlich des Kehlkopfes, oder an der Innenseite des Handgelenks, auf Seite des Daumens, und zählen Sie die Schläge pro Minute.

Den persönlichen Ruhepuls zu kennen, hilft bei der Beurteilung eines scheinbar zu schnellen Herzens. Beispielsweise empfinden Menschen mit niedrigem Ruhepuls schnellere Frequenzen früher als störend als jene, deren Herz grundsätzlich etwas schneller schlägt. Beispiel Leistungssportler: "Ein trainiertes Herz schlägt in Ruhe langsam, um die 50 Mal pro Minute", sagt Professorin Ellen Hoffmann, Chefärztin der Klinik für Kardiologie am Herzzentrum München-Bogenhausen. "Steigt die Frequenz auf 90, haben manche Sportler das Gefühl, ihr Herz rase, obwohl der Wert noch im Normbereich liegt." Untrainierte Erwachsene empfinden dagegen oft erst Frequenzen ab 130 Schlägen pro Minute als störend.
Herz passt sich Belastungen an
Meist ist ein schneller Puls harmlos und nichts anderes als die passende Reaktion des Herzens auf eine Belastung. "Gewisse Situationen erfordern, dass das Herz seine Schlagzahl erhöht, um mehr Blut in den Kreislauf zu pumpen", erklärt Richartz. Bei körperlichen Belastungen beispielsweise benötigen die Muskeln mehr Sauerstoff. Um diesen zu liefern, schlägt das Herz schneller.
Was als Richtwert für die Obergrenze des Herzschlags bei sportlichen Aktivitäten gilt, variiert von Formel zu Formel etwas. Viele Sportärzte sagen: 220 Schläge minus Lebensalter sind ein guter Anhaltspunkt. Ein gesunder 40-Jähriger kann beim Sport seinem Herz also 180 Schläge pro Minute zumuten, während ein gesunder 80-Jähriger die 140er Marke nicht überschreiten sollte.
Aber auch andere Belastungen beschleunigen den Puls. Fieber beispielsweise. Steigt die Körpertemperatur, weiten sich die Blutgefäße. Damit der Blutdruck nicht abfällt, schlägt das Herz schneller. "Ein Anstieg der Temperatur um ein Grad Celsius erhöht den Ruhepuls um 10 bis 15 Schläge", bestätigt Richartz. Und natürlich reagiert das Herz auch auf psychische Belastungen: Unter Stress setzt der Körper Hormone frei, die den Pulsschlag beschleunigen. Dabei erreicht der Herzschlag bisweilen ähnlich hohe Werte wie bei intensiver körperlicher Anstrengung.
Das On-Off-Phänomen
"Typisch für eine normale Anpassung an Belastung ist ein allmähliches Ansteigen des Pulses", erklärt Professorin Hoffmann und ergänzt: "Am Ende der Belastung sollte er dann wieder langsam abebben." Zwar mag auch ein solches Herzrasen so manchen Betroffenen beunruhigen, Ärzte dagegen beunruhigt vor allem, wenn es plötzlich, aus dem Nichts heraus, beginnt. "Patienten beschreiben das oft, als ob ein Schalter umgelegt werde", berichtet Hoffmann. Kardiologen sprechen vom sogenannten On-Off-Phänomen. Denn genauso abrupt wie es beginnt, hört das Herzrasen meist auch wieder auf – nach Minuten, Stunden oder gar erst nach Tagen.

Diese Eskapaden können mit Beschwerden einhergehen: Neben einem Pochen in der Brust, das Ärzte Palpitationen nennen, fühlen sich viele Betroffene schlapp und unwohl. Hoffmann sagt: "Wenn das Atmen schwerfällt, Schmerzen in der Brust auftreten oder das Rasen gar nicht mehr aufhört, dann gilt es, sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen." Schließlich äußern sich medizinische Notfälle wie Lungenembolie oder Herzinfarkt bisweilen auch auf diese Weise. Außerdem kann ein Kammerflimmern und damit sogar ein plötzlicher Herztod drohen.

Herzrasen kann zahlreiche Ursachen haben. Manchmal verbirgt sich hinter Herzrasen, das plötzlich beginnt und abrupt endet, eine Störung der elektrischen Leitung im Herzen. "Diese Phänomene treten eher bei jüngeren Menschen auf und lassen sich mittels einer sogenannten Katheterablation gut behandeln", erklärt Richartz. Dabei führen Kardiologen über die Beingefäße eine Sonde ins Herz, um die Bereiche mit Strom zu veröden, die die Rhythmusstörung verursachen.

Herzrasen bei jungen und alten Menschen
Eine andere Form von Herzrasen trifft vor allem ältere Menschen. Bei ihnen arbeiten die Vorhöfe fehlerhaft, jene Bereiche des Herzens, die normalerweise die Herzkammern mit Blut füllen. "Vorhofflimmern nimmt mit dem Alter stark zu und betrifft rund 15 Prozent der Menschen über 80 Jahre", sagt Hoffmann. Die Vorhöfe, die bei den Betroffenen extrem schnell und unkoordiniert schlagen, beschleunigen den Herzschlag – meist auf Frequenzen zwischen 130 und 150 Schläge pro Minute. Vorhofflimmern behandeln Ärzte zunächst mit Medikamenten. Hilft das nicht, kann auch hier das Veröden mittels Katheterablation, also per Sonde, eine Therapieoption sein.

Spielen die Vorhöfe bei jüngeren Menschen verrückt, steckt mitunter das "Holiday-Heart-Syndrom" dahinter. "Typischerweise setzen die Anfälle von Herzrasen sechs bis sieben Stunden nach ausgiebigem Feiern mit starkem Alkoholkonsum ein", berichtet Hoffmann. Das Pochen in der Brust hält oft Stunden an, bevor es wieder verschwindet. Sicherheitshalber sollte man auch dieses Herzrasen von einem Arzt untersuchen lassen. Finden sich keine anderen Ursachen, besteht die Behandlung darin, die Auslöser – Elektrolytverlust und Alkohol – zu meiden.

Wann zum Arzt?
•wenn der Puls bei Erwachsenen in Ruhe mehr als 100 Schläge beträgt
•wenn ein höherer Puls von anderen Symptomen begleitet wird (zum Beispiel Unwohlsein, Luftnot, Brustschmerzen, Schwindel)
•wenn der hohe Puls unregelmäßig ist
Quelle: www.apotheken-umschau.de
 
A

Anonymous

In Hattingen (NRW) geht es einmal ganz um COPD.
Betroffene und Erfahrene tauschen sich untereinander aus.

http://www.derwesten.de/staedte/hattingen/treffen-fuer-lungenkranke-aus-ganz-europa-id12150064.html

COPD-Kranke aus ganz Europa kommen nach Hattingen
30.08.2016 | 21:00 Uhr

Hattingen. Der Verein COPD erwartet beim 9. Symposium 2600 Besucher. Vorträge von Fachärzten und Workshops sollen informieren und Ängste abbauen.

Zum neunten Mal lädt der Verein COPD Deutschland ein zum Symposium Lunge am Samstag, 10. September. Es steht in diesem Jahr unter dem Motto „COPD und Lungenemphysem – Leben mit Atemwegserkrankungen – von der Diagnostik bis zur erfolgreichen Therapie“ und „ist das größte Treffen von Patienten für Patienten mit COPD in Europa“, sagt der Hattinger Initiator und Organisator Jens Lingemann, der in diesem Jahr in etwa so viele Besucher wie im Vorjahr, 2600, erwartet.

Neben Vorträgen von zehn namhaften Lungenfachärzten wird es auch zwei Workshops zu den Themen „Atemtherapieübungen, Ruhestellungen bei akuter Atemnot, Treppensteigen“ und zum Thema „COPD: Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Lebensqualität . . .nicht nur im fortgeschrittenen Stadium“ geben.
35 Aussteller im Industriemuseum

Von 9 bis 17 Uhr kommen Betroffene und Experten an dem Tag im Industriemuseum Henrichshütte an der Werksstraße zusammen. 35 Aussteller werden den Patienten, Angehörigen, Ärzten und Fachpersonal außerdem ihr Angebot präsentieren. „Damit sind alle Stellplätze voll“, so Lingemann, der meldet, dass auch für das zehnte Symposium in 2017 schon alle Ausstellerplätze vergeben sind – und bereits 27 Aussteller auf der Warteliste stehen. Betroffene kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, teils sogar aus Großbritannien.


Winzig mit großem Risiko: Unsichtbarer Krankmacher Feinstaub

Ihm auszuweichen ist unmöglich: Schornsteine und Autos pusten Feinstaub in die Luft. Das birgt Gefahren, die vielen nicht bewusst sind.

Ein Thema sind möglicherweise auftretende Begleiterkrankungen bei COPD. „In den letzten Jahren ist erkannt worden, dass es sich um eine systemische Erkrankung handelt. Kardiologische Probleme sind eine Begleiterkrankung, ausgelöst durch Sauerstoffunterversorgung“, erklärt Lingemann. Auch Diabetes sei wegen der verminderten Bewegungsabläufe und der häufigen Cortisongabe ein Problem. Dazu kämen orthopädische Erkrankungen und auch Harninkontinenz. „Dazu gibt es von uns auch Ratgeber. 21 sind inzwischen erschienen, 20 davon habe ich selbst geschrieben.“ Und er aktualisiert sie jährlich, möchte aber keinen weiteren mehr verfassen, denn „erstens haben wir alle Bereiche abgedeckt, zweitens kommen wir an die Grenze unserer Lagerkapazitäten. Wir verschicken jährlich 200 000 bis 300 000 Ratgeber“, erklärt Lingemann.
Lascher Umgang mit der Krankheit

Ein großes Thema ist auch die Therapietreue des Patienten als Schlüssel zum Erfolg. „Viele Patienten gehen lasch damit um, nehmen beispielsweise nur Sauerstoff, wenn es ihnen schlecht geht oder nehmen ein Antibiotikum nicht bis zum Ende, sondern nur einige Tage“, weiß Lingemann. Nachvollziehen kann er persönlich dieses Verhalten nicht. „Sie schaden sich selbst.“

Auch wenn manche Themen immer wieder auf der Tagesordnung des Symposiums stehen, lohnt sich der Besuch, denn „es gibt jedes Jahr neue Erkenntnisse. Der Fortschritt ist groß“, erörtert Lingemann. Wer heute erkranke, habe viel bessere Therapiemöglichkeiten als früher Erkrankte, es gebe mehr Medikamente mit weniger Nebenwirkungen, Beatmungstherapien. Wichtig seien regelmäßige Arztbesuche, Therapietreue und die Eigeninformation. „Wenn man informiert ist, macht man weniger Fehler, kann gegensteuern, baut Ängste ab“, so Lingemann. Dazu soll das Symposium beitragen.

Liliane Zuuring
 
Oben