COPD und Depression

Helfen Sie mit, Unser endlich Nichtraucher-Forum zu unterstützen:

A

Anonymous

fini meinte:
..., und wenn der Lichtmangel ausschlaggebend ist....hm.
Toller Artikel, die Wirkung des Lichts ist da gut und einleuchtend beschrieben, gerade auch für den Vitamin D Stoffwechsel.
fini


Ich fand es auch gut erklärt, deshalb hatte ich es eingestellt.
Ich denke auch Antidepressiva helfen gut, wo bestimmte Botenstoffe fehlen.
Es gibt ja heutzutage hilfreiche Medis. Aber na klar- diese Helferleins sind natürlich keine Bonbons.
 
A

Anonymous

COPD ist mit Gedächtnisstörungen verbunden

23. Jun 2014 | Menschen mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)
entwickeln fast zweimal so häufig leichte Gedächtnisstörungen, die möglicherweise sogar zum Gedächtnisverlust führen können.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Wissenschaftlern der amerikanischen Mayo Clinic.




Wissenschaftler überprüften die Daten von 1927 Personen im Alter von 70 bis 89 Jahren aus der
bevölkerungsbasierten Beobachtungsstudie „Mayo Clinic Study of Ageing“. Von den Studienteilnehmern
litten 288 Personen unterchronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD),
1639 waren gesund und insgesamt 317 Personen zeigten leichte Anzeichen einer Gedächtnisstörung (mild cognitive impairment, MCI).
Unter „mild cognitive impairment“ versteht man bei älteren Menschen über das
durchschnittliche Ausmaß hinausgehende Gedächtnisstörungen, die gelegentlich als beginnende Demenz gedeutet werden können.

Im Vergleich zu den gesunden Teilnehmern, wiesen COPD-Patienten fast doppelt so häufig Gedächtnisstörungen auf (27 Prozent vs. 15 Prozent).
Hierbei war kein Unterschied zwischen Frauen und Männern zu verzeichnen.

Mit dieser Studie unterstreichen die Wissenschaftler um Balwinder Singh die Bedeutung von COPD
als möglichen Risikofaktor für Gedächtnisstörungen.

Ein frühes Eingreifen, um das Auftreten oder Fortschreiten von COPD zu verhindern, wäre deswegen dringend gefordert, schlussfolgert das Wissenschaftlerteam.



Quelle:
Singh, B. et al.: Chronic Obstructive Pulmonary Disease and Association with Mild Cognitive Impairment. The Mayo Clinic Study of Aging. In. Mayo Clinic Proceedings, 2013, 88 (11): 1222-30 DOI: 10.1016/j.mayocp.2013.08.012
 
A

Anonymous

Häufige Begleiterkrankungen der COPD

Eine COPD ist eine systemische Erkrankung. Das heißt, dass sie nicht nur die Atemwege, sondern den Organismus als Ganzes angreift. Als Folge geht eine COPD oft mit einer Reihe von Begleiterkrankungen einher.

Inhalt:

Herz-Kreislauf-Krankheiten bei COPD
Diabetes bei COPD
Gewichtsverlust bei COPD
Harninkontinenz bei COPD
Depressionen bei COPD
COPD BegleiterkrankungenEine COPD kommt selten allein! Als wenn man mit der Diagnose COPD nicht schon genug geschlagen wäre, gesellen sich zu dieser schlechten Nachricht schnell weitere hinzu. In Deutschland weisen rund 55% der COPD-Patienten im höheren Alter mindestens drei weitere behandlungsbedürftige Krankheiten auf.

Dies hängt vor allem mit dem gesteigerten Energieaufwand bei der Atemarbeit zusammen, der zu einer Schwächung des gesamten Energiehaushalts führt - mit gravierenden Folgen für den ganzen Organismus.

Herz-Kreislauf-Krankheiten bei COPD

Studien haben gezeigt, dass die COPD mit Herz-Kreislauf-Krankheiten zusammenhängt. So sind Herz-Arterien-Verkalkungen, Herzinsuffizienz (Herzschwäche) sowie Herz-Rhythmus-Störungen bei COPD-Patienten gegenüber Gleichaltrigen ohne COPD deutlich erhöht.

Zudem war in einer Untersuchung an mehr als 100.000 Patienten mit akutem Herzinfarkt die COPD mit 19 % die dritthäufigste Begleiterkrankung nach Bluthochdruck (62 %) und Diabetes (30 %). Betablocker, die oft zum Schutz vor einem weiteren Herzinfarkt verordnet werden, erweisen sich dabei als gute Schutzmaßnahme: Sie senken auch bei COPD-Patienten das Sterblichkeitsrisiko - selbst dann, wenn gleichzeitig bronchial erweiternde Medikamente inhaliert werden müssen.

Neuere Studien haben gezeigt, dass COPD Patienten neben erhöhtem Blutdruck auch häufig einen Lungenhochruck (pulmonale Hypertonie) haben.

Diabetes bei COPD

Auch die Zuckerkrankheit Diabetes gehört zu den häufigen Folgeerkrankungen einer COPD. Die Raucher unter den COPD-Patienten haben dabei gegenüber den Nichtrauchern ein erhöhtes Erkrankungsrisiko, welches mit Zunahme des Zigarettenkonsums und der Dauer des aktiven Rauchens steigt. Gefährlich ist hier, dass die Zuckerkrankheit wiederum auf die COPD zurückwirkt und den Rückgang der Atemleistung beschleunigt. Die Sterblichkeitsrate ist dementsprechend bei COPD-Patienten mit Zuckerkrankheit deutlich höher als bei Patienten ohne Diabetes.

Achten Sie also auf die typischen Symptome einer Diabetes-Erkrankung wie vermehrten Durst, vermehrtes Wasserlassen und Heißhunger. Vermeiden lässt sich eine Diabetes-Erkrankung durch den sofortigen Rauch-Stopp, viel Bewegung und einen reduzierten Zuckerkonsum.

Gewichtsverlust bei COPD

Der oft zu beobachtende Gewichtsverlust bei COPD-Patienten im fortgeschrittenen Stadium hat gesundheitliche Konsequenzen, die das Fortschreiten der Erkrankung drastisch beschleunigen können. Als Ursache für diese Gewichtsabnahme wird eine verminderte Nahrungszufuhr aufgrund krankheitsbedingter Appetitlosigkeit angenommen. Zudem wird vermehrt Energie beim Atmen wegen der verengten Bronchien benötigt.

Der Gewichtsverlust führt zudem auch zu einem Verlust an Muskelmasse, zur Abnahme der Knochendichte (Osteoporose) und zu einer Erhöhung der Insulinresistenz, die den Blutzucker steigen lässt. Eine Ernährungstherapie mit hochkalorischer Nahrung kann dem Gewichtsverlust gezielt entgegenwirken.

Harninkontinenz bei COPD

Eine neuere Studie aus 2013 zeigt, dass mehr als die Hälfte aller COPD-Patienten unter Harninkontinenz leidet. D.h. sie können den Zeitpunkt des Urinlassens (z.B. bei Belastung) nicht mehr gezielt steuern. Ursache dieser auffälligen Häufung ist wohl der für die Lungenkrankheit typische Husten, der den Druck im Bauchraum erhöht. Kommt eine schwache Beckenbodenmuskulatur hinzu, kann der Urin nicht mehr gehalten werden.

Obwohl Inkontinenz gut behandelbar ist, meiden viele der Betroffenen den Gang zum Arzt. Beispielsweise durch spezielle Gymnastikübungen sind die Probleme jedoch oft relativ einfach in den Griff zu bekommen. Der Gang zum Arzt ist bei entsprechenden Beschwerden deshalb sehr empfehlenswert.

Depressionen bei COPD

Auch Depressionen gehören zu den ernstzunehmenden Folgeerkrankungen der COPD. Etwa 40% der COPD-Patienten leiden unter depressiven Zuständen. Sie verschlechtern nicht nur die Lebenserwartung, sondern wirken sich auch negativ auf die Lebensqualität der Betroffenen aus. Eine psychotherapeutische Behandlung sollte deshalb ein fester Bestandteil der COPD Therapie sein!

http://www.leichter-atmen.de/copd-begleiterkrankungen
 
A

Anonymous

Viele COPD-Patienten leiden unter depressiven Zuständen und Angst. Eine psychotherapeutische Behandlung sollte deshalb fester Bestandteil der COPD-Therapie sein.

Von Christina Ott

BERLIN. "Der Kreis von Angst und Depression schließt sich, sobald die Diagnose COPD gestellt ist, das heißt, sobald beim Patienten die Wahrnehmung seiner Beschwerden einsetzt", sagte Professor Rainer Willy Hauck.
Dabei zeigten Studien, dass es nicht einmal so bedeutend sei, in welchem Stadium die Diagnose gestellt werde, erläuterte der Chefarzt der Medizinischen Abteilung II an der Kreisklinik Bad Reichenhall. Es entstehe ein Teufelskreis, - der Patient werde durch seine Erkrankung permanent im Schlaf gestört, leide unter Luftnot, sei durch sein Auftreten sozial isoliert, werde zunehmend immobil und fühle sich oft allein gelassen mit der Frage: "Wie soll es mit mir weitergehen?"
Dies führe dazu, dass COPD-Patienten sehr häufig von Depressionen und Ängsten geplagt werden, so der Pneumologe bei einer von Berlin-Chemie unterstützen Veranstaltung in Berlin. Bestätigt wird das unter anderem durch eine Studie, in der COPD nach Herzinsuffizienz die zweithäufigste Ursache für depressive Symptome war.
Von den 18.588 Patienten litten 1736 an COPD, davon hatten 40 Prozent depressive Symptome(J Gen Intern Med 2008; 23 (11): 1757-1762).In einer Studie wurde geschaut, wie hoch die Prävalenz für Angst und Depression unter 416 COPD-Patienten aus Universitätskliniken der fünf nordischen Länder war. Angewendet wurden hierfür die Hospital Anxiety and Depression Scale and St. George's Respiratory Questionnaire (SGRQ). Das Ergebnis: Unter Angst litten mehr Frauen als Männer (47 versus 34 Prozent), und Raucher litten häufiger unter Angst (54 versus 37 Prozent) und Depression (43 versus 23 Prozent).

In einer weiteren Studie mit über 1330 Patienten mit chronischen Atemwegsbeschwerden, darunter 204 COPD-Patienten, wurde auf Anzeichen von Depression und Angst untersucht. Bei 65 Prozent der COPD-Patienten lautete die Diagnose Depression und / oder Angst. Bei weniger als 40 Prozent war bis dato die Diagnose einer psychischen Störung gestellt worden, und nur 31 Prozent erhielten eine entsprechende Therapie. Patienten, deren Lungenfunktion instabil sei, würden auch häufig unter einer instabilen Psyche leiden, so Hauck. Um herauszufinden, wer gefährdet sei, würden sich die vier einfachen FISS-Fragen (Freude, Interessen, Sorgen, Stimmung) eignen. Würden zwei oder mehr Fragen mit "ja" beantwortet, dann sollte die Anamnese vertieft werden, zum Beispiel mit dem HADS-Fragebogen (Hospital Anxiety and Depression Scale).
Als therapeutischer Ansatz eignet sich eine Kombination aus medikamentöser, Verhaltens- und Trainingstherapie. Patienten können so unter anderem lernen, mit Luftnot umzugehen und dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Optimalerweise biete sich hier eine pneumologische Rehabilitationsmaßnahme an. Damit könnten viele Dinge auf den Weg gebracht werden, fasste Hauck zusammen.

@uelle - http://www.aerztezeitung.de
 
A

Anonymous

http://www.derwesten.de/gesundheit/...die-therapie-beeintraechtigen-id12122412.html

Langenhagen. COPD geht nicht selten mit Depressionen einher - das beeinträchtigt auch die Therapie der Lungenerkrankung. "Depressionen sind ein Risikofaktor, der die zuverlässige Einnahme von entzündungshemmenden und bronchienerweiternden COPD-Medikamenten gefährdet", erklärt Andreas Hellmann.

Als fortschreitende Erkrankung ist es aber wichtig, die COPD konsequent zu behandeln, um den Krankheitsverlauf auszubremsen, sagt der Vorsitzende des Bundesverbands der Pneumologen (BdP). Um einer Depression bei COPD-Patienten vorzubeugen, seien Reha-Programme, Lungensport, Selbsthilfegruppen und Gespräche mit Experten sinnvoll. "Betroffene sollten sich aktiv Unterstützung holen und sich nicht scheuen, ihren Arzt offen anzusprechen, wenn sie bemerken, dass depressive Gedanken, Sorgen und Ängste Überhand nehmen", betont Hellmann.

(dpa)
 
A

Anonymous

http://www.derwesten.de/gesundheit/...warnsignale-fuer-depressionen-id12174632.html

Freudlos und erschöpft: Warnsignale für Depressionen
08.09.2016 | 05:00 Uhr
Oft bemerken Betroffene und ihr Umfeld Depressionen erst sehr spät.

Berlin. Wenn sich ein Freund oder Angehöriger über nichts mehr freuen kann und permanent erschöpft scheint, kann eine Depression dahinterstecken. Auch Schlafstörungen, Schmerzen und ein Zwang zum Grübeln sind Alarmsignale.
Häufig gewöhnen sich aber sowohl der Betroffene selbst als auch das Umfeld an die Symptome, so dass diese als Aspekt der Persönlichkeit und nicht als behandlungsbedürftige Erkrankung angesehen werden.

...

Passen wir auf uns auf!
 
A

Anonymous

Ängste bei Atemnot: Aufmerksamkeit fokussieren oder lenken

Ängste bei Atemnot: Aufmerksamkeit fokussieren oder lenken Beim Umgang mit Atemnot-Ängsten lässt sich das Repertoire der neuen Gewohnheiten noch erweitern. Besonders die folgenden zwei Spielarten der Aufmerksamkeit zeigen hilfreiche Wirkungen: die fokussierte Aufmerksamkeit (bei der achtsamen Wahrnehmung) und die gelenkte Aufmerksamkeit (bei Ablenkungs-Strategien). Beide sind unkompliziert, sofort und überall einsetzbar.

Erinnern Sie sich noch an Walter? Walter begleitet uns als „typischer COPD-Patient“ durch die Übungen zum Umgang mit Atemnot-Ängsten. Er hat bereits:
sein Wissen über die Atemnot-Angst-Spiralen vertieft
unterschiedliche Bewertungs-Muster von Atemnot kennengelernt
das Unterscheidungs-Training „Ist es Angst oder ist es meine Lunge?“ absolviert
sich für die regelmäßige Teilnahme am Lungensport entschieden – und belohnt!

Im folgenden Beitrag lernt Walter zwei Aufmerksamkeits-Techniken kennen. Wenn Sie mögen, können Sie gleich mitmachen …

Achtsame Wahrnehmung beruhigt
Walter hat nach dem letzten Beitrag eine Pause gewählt. Vielleicht haben auch Sie eine Pause gewählt und diese damit verbracht,
einfach nur aus dem Fenster zu schauen
die Blumen im Garten beim Blühen zu betrachten
oder „Löcher in die Luft“ zu starren

Wenn Sie eine dieser Pausen-„Tätigkeiten“ gewählt haben, können Sie die nächste Übung überspringen. Bei der „achtsamen Wahrnehmung“ geht es nämlich genau darum: Beruhigung durch Aufmerksamkeits-Fokussierung.
Wer die „achtsame Wahrnehmung“ gegen Angst und Panik noch nicht beherrscht, kann es mit der folgenden Übung versuchen.

Achtsamkeitsübung gegen Angst und Panik
Vorbereitung:
„Suchen Sie sich einen ruhigen Platz (drinnen, draußen), an dem Sie nicht gestört werden. Ideal ist ein Platz in den Garten oder auf einen Baum. Lockern Sie enge Kleidung, Gürtel, etc. Vielleicht können Sie mit Socken üben, um guten Bodenkontakt zu spüren.

Durchführung:
Nehmen Sie zunächst die Außenwelt bewusst wahr. Zählen Sie beispielsweise im Geiste zehn Dinge auf, die Sie gerade sehen können. Dann konzentrieren Sie sich auf zehn Dinge, die Sie hören können (das Summen des Kühlschrankes, Kinderrufen, Vogelgezwitscher, etc.). Wenn möglich, fixieren Sie mit Ihren Augen einen Punkt (am besten auf dem Teppich oder dem Fußboden). Nehmen Sie nun den Kontakt wahr – wie Ihr Rücken sich anlehnt, Ihr Gesäß auf dem Stuhl oder Sessel oder Sofa aufliegt. Spüren Sie Ihrem Gewicht auf der Sitzfläche nach und machen Sie sich innerlich bewusst: Nichts kann mich umwerfen.

Atem-Wahrnehmung:
Wenden Sie nun Ihre Aufmerksamkeit der Atmung zu. Atmen Sie ruhig und gleichmäßig – nicht zu tief, nicht zu langsam – einfach ruhig und gleichmäßig. Versuchen Sie, sich auf eine Körperstelle zu konzentrieren, an der Sie die Atmung wahrnehmen können. Das kann beispielsweise ein Nasenloch sein an dem der Luftzug deutlich spürbar ist – oder Ihr Bauch, der sich gleichmäßig hebt und senkt. Bleiben Sie einige Minuten (zwei bis drei Minuten) in dieser Wahrnehmung.

Rücknahme:
Richten Sie danach Ihre Aufmerksamkeit wieder nach außen und zählen Sie im Geiste fünf Dinge auf, die Sie gerade sehen können. Dann fünf Dinge, die Sie gerade hören können.“
Eine wichtige Bemerkung:
Manchmal kann es anfangs schwierig sein, die achtsame Wahrnehmung auf die Atmung zu lenken. Falls Sie glauben, durch die Atem-Wahrnehmung in Atemnot zu geraten, lassen Sie bei der Übung diesen Teil einfach weg …

Vielleicht haben Sie durch diese Übung – wie Walter – die achtsame Wahrnehmung als hilfreich erlebt. Es gibt zahlreiche Anleitungen zur achtsamen Wahrnehmung – probieren Sie einfach mal die ein oder andere davon aus …
Und wenn Sie jetzt noch Lust haben auf eine andere Aufmerksamkeits-Technik – bitte sehr:

4. Ablenkung beruhigt
Studien belegen den positiven Effekt von Ablenkung auf die Wahrnehmung von Atemnot.
Dabei wird vor allem die gefühlte „Unangenehmheit“ der Atemnot bei körperlicher Belastung deutlich gemindert. Im Klartext: Mit Ihrer Lieblingsmusik im Ohr strampeln Sie auf dem Ergometer bei gleicher Atemnot viel entspannter!
Wenn das keine gute Nachricht ist für Ihre Lungensport-Trainingspläne…

Bei Anspannung können Sie auf kurzzeitige Ablenkungs-Strategien zurückgreifen. Sehr hilfreich ist die 5-4-3-2-1-Methode:
5 Gegenstände in der Umgebung aufmerksam betrachten und benennen
5 Geräusche/Laute aufmerksam wahrnehmen und nennen
5 Farben in der Umgebung entdecken und benennen

dann:
4 Gegenstände beobachten und nennen (es können dieselben wie oben sein oder andere)
4 Geräusche/Laute …
4 Farben …

danach:
3 Gegenstände …
3 Geräusche/Laute
3 Farben …
usw… Sie haben das Prinzip längst verstanden, oder?!?

Demnächst folgen weitere Selbst-Management-Techniken für den Umgang mit Atemnot-Ängsten. Wie wäre es an dieser Stelle mit einer Pause und Ihrer Lieblingsmusik?

Quelle: Monika Tempel
 
A

Anonymous

Mir hat mein Professor in München, der schon viele Bücher geschrieben hat,
gesagt, ich solle tief Luft holen,
dann ausatmen und zählen dabei...ich zähle meistens bis 10

Das dann 10 x wiederholen, das senkt sowohl den Blutdruck
wie es auch eine Atemnot oder einen Asthmaanfall runterdrückt.

Mir hilft das sehr gut, weil man sich beim Ausatmen darauf konzentriert genauso weit zu zählen wie vorher schon....
man geht praktisch mit den Gedanken weg von der Panik, die zweifellos kommt
 
A

Anonymous

Stress wegatmen
Neue Technik gegen den Druck im Alltag


In den Niederlanden setzen Polizisten eine besondere Atem- und Fokussierungstechnik ein, um besser mit Stress und Emotionen umgehen zu können.
Auch in Deutschland gibt es immer mehr Betriebe, die darauf schwören.
Kurse dazu bietet der Saarbrücker Reiner Krutti an.

Jeder kennt eine solche Situation: Wenn das Herz plötzlich anfängt zu rasen,
der Blutdruck steigt, der Mund trocken und die Hände feucht werden.

Bei Reiner Krutti entstand diese Stress-Situation immer dann, wenn auf seinem Telefon-Display die 200 erschien,
die Nummer seines Chefs.
Irgendwann war dem Manager eines Automobilkonzerns klar, dass er so nicht mehr weiterarbeiten wollte.

Er suchte nach einer Methode, um Stress besser in den Griff zu bekommen - und fand sie in "HeartMath" (Herzmathematik):
einem Verfahren, das das Muster des Herzrhythmus am Computer oder einem Smartphone sichtbar macht und ermöglicht, es aktiv zu beeinflussen.

Entspannung schon nach Minuten

Ziel der Methode sei es, das Muster des Herzschlags zu verändern, erklärt Krutti.
Dies gelinge über eine bewusste und tiefe Atmung, sowie indem man sich angenehme Emotionen wie Dankbarkeit aufruft und nachempfindet.
Schon innerhalb weniger Minuten sind die Ergebnisse - mit Hilfe eines Sensors am Ohrläppchen
und der Verbindung mit einem Computer oder Smartphone - messbar und sichtbar:
"Aus einem chaotischen Bild beim Muster des Herzschlags entsteht ein regelmäßiges Auf- und Abschwingen, was man Kohärenz nennt", beschreibt Krutti.

Das so genannte Biofeedback zeigt die biologischen Veränderungen im Körper auf dem Bildschirm
und verstärkt damit den Erfolg: Denn wenn die Teilnehmer live miterleben können,
wie sie ihr autonomes Nervensystem wieder ins Gleichgewicht bringen,
schärfe dies nicht nur das Bewusstsein über den mentalen Zustand, sondern wirke "wie ein Turbo auf die Motivation und Übungstreue".

"HeartMath" erhält Einzug ins Berufsleben

Schon wenige Minuten am Tag reichen aus, um die Methode zu erlernen - und dadurch langfristig die Resilienz,
also Widerstandskraft, zu stärken.
"Die Betroffenen verfügen dann über eine bessere Fähigkeit, sich auf schwierige Situationen vorzubereiten,
in der Situation selbst bestmöglich zu reagieren und sich im Anschluss daran schnell wieder zu erholen", so Krutti


Nachdem bislang überwiegend Therapeuten, Ärzte, medizinische Fachkräfte, Sportler und Spezialeinheiten diese Methode erlernt hätten,
seien es inzwischen immer mehr Unternehmen, die "HeartMath" in den Berufsalltag einbezögen - darunter laut Krutti
große Konzerne wie Philipps und Unilever, das Satellitenkontrollzentrum Oberpfaffenhofen, Banken und Medienhäuser.
Darüber hinaus wenden seinen Angaben zufolge inzwischen auch 34 000 Polizisten in den Niederlanden diese Technik an, um unter Druck klarer denken und handeln zu können.

"Stress ist inzwischen eines der größten Volksleiden"

Mit dem Thema "Arbeit und Mentale Gesundheit" beschäftigt sich auch eine aktuelle Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund.
Ein Ergebnis der repräsentativen Erhebung der Erwerbstätigen in Deutschland: Zehn Prozent der Männer und elf Prozent der Frauen leiden unter einem Burnout-Syndrom.

"Stress ist inzwischen eines der größten Volksleiden geworden und kann langfristig zu stressbedingten Erkrankungen wie Burnout führen", sagt Corinna Peifer.
Die 33-Jährige ist Junior-Professorin an der Ruhr-Universität Bochum und leitet die Arbeitsgruppe Angewandte Psychologie in Arbeit, Gesundheit und Entwicklung.

"Forschungen zeigen, dass der Jahresurlaub für das Erholen zwar kurzfristig gut ist, aber langfristig nicht reicht.
Wichtig ist, dass man auch zwischendurch abschalten kann."

Langfristige Wirkung soll jetzt überprüft werden

Dazu gehöre es nicht nur, sich nach Feierabend zu erholen und "runterzukommen",
sondern auch bei der Arbeit in regelmäßigen Abständen zumindest eine kurze Pause zu machen.
"Dafür sind unter anderem Atemtechniken sicherlich gut geeignet", sagt Peifer.
"Biofeedback-Techniken funktionieren in vielen verschiedenen Kontexten sehr gut."
Ob die Herzkohärenz-Methode auch eine langfristige Wirkung hat, will die Forscherin nun in wissenschaftlichen Studien überprüfen.

Auch andere Techniken - wie Achtsamkeitsübungen, autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Yoga - helfen natürlich,
mit Stress umzugehen, räumt Krutti ein.
Neu an HeartMath sei jedoch das Sichtbarmachen des Erfolges: "Das gibt es bei keiner anderen Methode."
Der Vorteil: "Es motiviert die Menschen, wenn sie sehen, was bei Stress im Körper passiert und dass es sofort ein positives Feedback gibt,
wenn sie einfache Atem- und Fokussierungsübungen machen."

Darüber hinaus sei diese Methode schnell erlernbar und überall im Alltag - selbst bei Besprechungen im Büro - anwendbar,
ohne dass andere davon etwas merken.

FOCUS Online

http://www.estilizadas.eu/video/atmen.mp4
 
A

Anonymous

:post.gif :excellent Hier kann jeder was für sich mitnehmen, nicht nur COPD-Betroffene.

Vielen Dank Sunny! :X Echt super! :klasse
 
Oben