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wenn der Anfang mal gemacht ist.......

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PrinzRalf

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Noch-Raucher und der Start in ein neues Leben. Jeder der mal geraucht hat, kennt das Problem. Die eine rauche ich noch, heute rauche ich noch, das Päckchen rauche ich noch, die Stange rauche ich noch, dann warte ich den Geburtstag ab, dann die Party, achja den Urlaub sowieso. Dann kommt wieder eine Party. Fakt ist, den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Der Absprung ist das schwierigste. Manche rauchen nach einem Rückfall jahrelang weiter, eben weil der Absprung so schwer ist. Das heisst für alle willigen, einfach stur sein und es durchziehen. Am Anfang ruhig stunden und/oder tageweise denken. Am besten versuchen alles so zu machen wie bisher. Immer nur auf Dinge verzichten bringt nicht viel, irgendwann kommt sowieso so eine Situation. Das ist wie beim abnehmen, auf alles verzichten was dick macht, funktioniert auf Dauer auch nicht. Wenn man einmal ein paar Tage hat, nicht zuviel erwarten. Es ändert sich mitunter gar nicht soviel, außer das man alles macht ohne zu rauchen.

Mit dem freiwerdenden Zigarettengeld kann man sich belohnen, es müssen ja nicht immer Süßigkeiten sein. Man sollte auch nicht immer alles analysieren, jede Erkältung, jeder Husten, man sollte den Zigaretten gar nicht soviel Raum geben. Das haben die nämlich gar nicht verdient. Man wird sehr schnell merken das man vom Nichtrauchen nicht krank wird. Nichtrauchen schadet nicht. Nie mit der Sucht diskutieren, nein, es kommt nicht in Frage, auch die "eine" nicht. Auf eine folgen meistens tausende. Übrigens, wenn man wirklich ein Leben als Nichtraucher führen möchte, dann wäre es doch komplett wiedersinnig wieder anzufangen. Man würde anfangen um wieder aufzuhören, das kann man sich sparen.

Alle Rückfälle sind im Grunde unnötig. Weil sich nichts ändert durch einen Rückfall. Außer das man dann noch ein Problem mehr hat. Am Anfang erscheint man anfällig, aber es ist so. Gebe mal ein Beispiel von mir, Rückfall nach Tod meines Vaters. Was ist damals passiert, mein Vater ist vor 2 Jahren schon mit 66 gestorben. Tage später bin ich zur Beerdigung geflogen. Was hat sich geändert durch mein Rauchen ? Gar nichts, einfach gar nichts. Es war unnötig. Monatelang habe ich geraucht bis ich den Absprung wieder geschafft habe. Was soll es auch bringen Selbstmord auf Raten zu betreiben ?

Gedanken machen was rauchen wirklich war. Es hat nicht geschmeckt, es stinkt. Es sieht nicht cool aus, es sieht blöd aus. Es ist nicht gesellig, es ist ungesellig. Es macht krank und kostet viel Geld. Man sollte sich eines vor Augen halten, würde rauchen nicht süchtig machen, es würde wohl kaum einer rauchen.

In diesem Sinne

LG Ralf
 

E-NR Team

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Hallo Ralf.

Vielen Dank für den sehr gut verfassten Beitrag.

Solche eigenen Erfahrungsberichte helfen so vielen Leuten, auch die "draussen" sich aufzuraffen und es zu versuchen.

Tolle Worte, Ralf.

LG Jörg
 
A

Anonymous

Man sollte auch nicht immer alles analysieren, jede Erkältung, jeder Husten, man sollte den Zigaretten gar nicht soviel Raum geben. Das haben die nämlich gar nicht verdient. Man wird sehr schnell merken das man vom Nichtrauchen nicht krank wird. Nichtrauchen schadet nicht.
Danke Ralf! :hello1
Komisch,irgendwie hat man schiss,dass sämtliche Krankheiten dieser Welt ausbrechen könnten,wenn die Teerschicht abplatzt. :floet

Dein Bericht ist gut und ich vermute mal ganz dreist: "boah,vermutlich hat Ralf recht" :bb.gif
:klasse
 

E-NR Team

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Lilli meinte:
Danke Ralf! :hello1
Komisch,irgendwie hat man schiss,dass sämtliche Krankheiten dieser Welt ausbrechen könnten,wenn die Teerschicht abplatzt. :floet

Klasse formuliert Lilli..aber leider ist das auch fast so..Stolli hat da sooo viel drüber geschrieben..wenn die Gifte wegbleiben, dreht der Körper erst einmal Kapriolen.
So vergiftet war man schon..brrr :bibber

LG Jörg
 
A

Anonymous

Es ist wahrlich nicht der Wille, der nützt. Nein, davon haben Raucher mehr als genug, wenn Sie sich die ganze Zeit einreden, das Rauchen bringe ihnen was. - Denn das tut es nicht. Keine einzige Zigarette, hat je jemandem etwas genützt. Das - und NUR DAS- müssen Raucher verstehen und sie sind Nichtraucher. So einfach? Ja!
 

clazuba

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Apfelschorle meinte:
Es ist wahrlich nicht der Wille, der nützt. Nein, davon haben Raucher mehr als genug, wenn Sie sich die ganze Zeit einreden, das Rauchen bringe ihnen was. - Denn das tut es nicht. Keine einzige Zigarette, hat je jemandem etwas genützt. Das - und NUR DAS- müssen Raucher verstehen und sie sind Nichtraucher. So einfach? Ja!

Das stimmt nach meiner Ansicht nur bedingt, Apfelschorle.
Die Zigarette mildert Entzugserscheinungen psychischer und physischer Art, deshalb "bringt" sie dem Raucher sehr wohl was.
Es mag sein, dass es Raucher gibt, die keinerlei Entzugsbeschwerden beim Aufhören haben.
Es gibt aber auch die anderen, die erheblich leiden.
Ob das "nur" mit Verstehen zu tun hat?
Was man mit der Ratio begriffen hat, kann vom Erleben der Umsetzung himmelweit entfernt sein...
 
A

Anonymous

Apfelschorle meinte:
Es ist wahrlich nicht der Wille, der nützt. Nein, davon haben Raucher mehr als genug, wenn Sie sich die ganze Zeit einreden, das Rauchen bringe ihnen was. - Denn das tut es nicht. Keine einzige Zigarette, hat je jemandem etwas genützt. Das - und NUR DAS- müssen Raucher verstehen und sie sind Nichtraucher. So einfach? Ja!

Und warum gibt es dann noch so viele Raucher... wenn DAS so einfach ist ?
... weil sie gerne rauchen oder weil sie süchtig sind ?
Sorry Apfelschorle aber Du siehst das ganze etwas zu rosarot...

Stimmt schon das keine Zigarette was nützt- alles andere ist Einbildung.
Ich dachte früher auch das die Zigarette beruhigt wenn es Ärger oder Stress gab...
Nööö,in der Zeit wo ich rauchte beruhigte sich das Ganze.
Da hat die Zeit was gebracht und nicht die Zigarette.
 

alvina

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Dnake Ralf für deinen Beitrag. Grosse Klasse :danke :post.gif
 

oers76

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Einfach ein genialer Text, Danke Ralf :applausey

Denn werde ich bei der nächsten Niko-Attacke definitiv durchlesen, einfach Klasse :post.gif

Gehört auf jedenfall immer wieder nach oben....
 

Caro88

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Ich find den Text auch super. Danke dafür :)
 

Berty

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Sehr gut formuliert, Ralf.
Es ist tatsächlich so, dass sich viele so verdammt schwer damit tun, einen passenden Termin zu finden, um aufzuhören. Bei mir war das auch so. Die Angst vor dem Absprung hindert uns einfach enorm. Mich hat Allan Carrs Buch da sehr ermutigt, denn die Angst ist unbegründet. Man verliert absolut gar nichts, wenn man aufhört! Das ist das schöne. Aber ich verstehe die Angst trotzdem...Man hat soo lange geraucht, man verbindet so viel damit, das ist einfach erst mal komplett neu und ungewiß. Vor Veränderunngen haben wir doch immer irgendwie Angst. Aber Leute, nur Mut! Es lohnt sich in so vielen Hinsichten :)
 

Snowfinchen

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PrinzRalf meinte:

Gedanken machen was rauchen wirklich war. Es hat nicht geschmeckt, es stinkt. Es sieht nicht cool aus, es sieht blöd aus. Es ist nicht gesellig, es ist ungesellig. Es macht krank und kostet viel Geld. Man sollte sich eines vor Augen halten, würde rauchen nicht süchtig machen, es würde wohl kaum einer rauchen.

Wie wahr wie wahr ....
Hier fehlt mir noch eines ... für mich was ganz wichtiges, was mir persönlich in der schweren Aufhörphase geholfen hat: Macht Euch bewusst, wie Euer tagesablauf und dadurch Euer Leben durch diesen Schrott bestimmt wird! :daumenrunter
Z.B.: Muss ich heute Abend noch zur Tanke? Reichen se bis morgen früh? Wie lange geht die Besprechen - besser vorher nochmal zwei rein ziehen ... Wie lange geht der Kinofilm? Zwischendrinnen mal raus gehen? Kommt das blöd? usw usw usw

clazuba meinte:
Die Zigarette mildert Entzugserscheinungen psychischer und physischer Art, deshalb "bringt" sie dem Raucher sehr wohl was.
Es mag sein, dass es Raucher gibt, die keinerlei Entzugsbeschwerden beim Aufhören haben.
Es gibt aber auch die anderen, die erheblich leiden.
Ob das "nur" mit Verstehen zu tun hat?
Was man mit der Ratio begriffen hat, kann vom Erleben der Umsetzung himmelweit entfernt sein...

Tut die Zigarette das wirklich, oder gaugelt sie uns das auf Grund unserer Belohnungsmechanismen im Körper nur vor?
Jeder Mensch ist da sicherlich, was die Entzugsbeschwerden angeht, anderst. Was den körperlichen Entzug angeht bin ich zwiegespalten. Im Grunde gab es diesen für mich nicht. Vermutlich deshalb, weil die Entwöhnung - und was anderes war es für mich nicht - äusserst heftig war. Stelle Deinen kompletten Tagesablauf, der über viele Jahre hinweg von diesen stinkenden Dingern bestimmt war, "mal kurz so" um. Warum bin ich die ersten Abende ... ja, so wie immer halt ... plötzlich mit meinem "Stinke"kittel und Feuerzeug in der Terassentüre gestanden und hab mich gefragt: "was machst Du da, Du hast keine da und die willst auch gar nicht mehr!" ... ja, das Unterbewusstsein. Ich mache etwas, weil ich es immer so gemacht habe und nicht, weil es in dem Moment ein Genuss oder eine Beruhigen ist. Es war bisher jeden Tag zu diesem Zeitpunkt einfach so. Vielleicht ein etwas unpassender Vergleich, aber so in etwa wie "ich gehe nach dem Aufstehen erstmal auf die Toilette" ... und jetzt stell das mal um ... nicht wirklich einfach ...

Aber, ist doch komisch ... andere überleben den Tag und Stresssituationen doch auch ohne Stinkeding :daumendrueck
 

sanne

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Berty meinte:
Sehr gut formuliert, Ralf.
Es ist tatsächlich so, dass sich viele so verdammt schwer damit tun, einen passenden Termin zu finden, um aufzuhören. Bei mir war das auch so. Die Angst vor dem Absprung hindert uns einfach enorm. Mich hat Allan Carrs Buch da sehr ermutigt, denn die Angst ist unbegründet. Man verliert absolut gar nichts, wenn man aufhört! Das ist das schöne. Aber ich verstehe die Angst trotzdem...Man hat soo lange geraucht, man verbindet so viel damit, das ist einfach erst mal komplett neu und ungewiß. Vor Veränderunngen haben wir doch immer irgendwie Angst. Aber Leute, nur Mut! Es lohnt sich in so vielen Hinsichten :)
Da kann ich mich nur anschließen. Hab das Buch vor 2 Tagen zu geklappt und mir ganz fest vorgenommen: jetzt wird nicht mehr geraucht...Bis jetzt hast es geklappt!!
 

maxpaul

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Gedanken machen was rauchen wirklich war. Es hat nicht geschmeckt, es stinkt. Es sieht nicht cool aus, es sieht blöd aus. Es ist nicht gesellig, es ist ungesellig. Es macht krank und kostet viel Geld. Man sollte sich eines vor Augen halten, würde rauchen nicht süchtig machen, es würde wohl kaum einer rauchen.

In diesem Sinne

LG Ralf [/b][/quote]

Hallo in die Runde,
nach Rückfall kam der Neustart, heute(Tag 92 nach Rauchstopp)bin ich übern Berg.
Endlich ein Leben ohne diese verdammten Kippen, endlich !!!
Auch ihr schafft das, drücke alle Daumen.

Grüße vom maxpaul
 

Peppermint

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Du hast Recht Ralf, das muss ich hier nun mal als Noch-Raucherin ganz
ehrlich sagen und zugeben :post.gif

Ich rauche nun seit meiner Jugendzeit, ein bisschen Bammel habe ich
schon aufzuhören, aber ich werde mich der Angst stellen und will
aufhören......
 

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