Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Euer Tagebuch ist euer ganz persönlicher Begleiter durch eure rauchfreie Zeit
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Chrischi
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Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Chrischi » Samstag 13. Juni 2020, 23:17

Tja wollen wir mal schauen, ob das wirklich so sein muss.
Trotz allem Vorsatz kann ich leider eine gewisse Angst nicht abstellen.

Dennoch mache ich mich ab morgen auf den Weg nach Mordor, um dass Rauchen in den Feuern des Schicksalsberges zu vernichten :-D :bergw
Mit dem Entschluss aufzuhören habe ich das Schicksal ja eigentlich wieder in der eigenen Hand, was das Rauchen betrifft.

Da ich nun mit dem Aufhören nicht all zu viel Erfahrung habe, muss ichs nun auf mich zukommen lassen.
Ich hoffe ich kann meinen Respekt davor ein wenig ablegen und umsetzen, was ich bisher gelesen, gehört und geschaut habe.
Es ist gar nicht mal die Angst vor dem Aufhören, sondern davor, dass ich vielleicht immer noch nicht alles von dem im Unterbewussten begriffen habe.
Der Verstand sagt ganz klar "Ja ich verstehe", aber ist es wirklich so? Ich werde es sehen.

Ich schaue jetze noch einen Film und werde dann meinen Ticker starten. Meine Kippen gehen zur neige und ich muss nachher nicht mal großartig was
wegwerfen. Also eigentlich gutes Timing ;-)
Ich setze große Hoffnung in den morgigen Tag und hoffe dass es nicht eines der Tagebücher wird, bei dem nach 3 Kommentaren keine Antwort mehr kommt ;-)!

Aber gut, Punkt eins ist schon mal nicht all zu zweifelnd zu starten und förmlich auf das Versagen zu warten.
Das muss ich mir dringend abgewöhnen. Vielleicht schreibe ich am Anfang auch mehrmals kurz einfach um ein bisschen Druck los zu werden.
Ich hoffe das nervt dann nicht.

Ich danke euch allen schon mal ganz herzlich für euer bisheriges Interesse und die netten Worte, dass hat meinen Entschluss doch gefestigt.
Also,...auf zum Schicksalsberg undweg
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WildeHile71
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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von WildeHile71 » Sonntag 14. Juni 2020, 09:37

Hallo Chrischi,

du hast dich gut informiert.
Hast dir überlegt wie du dich ablenken kannst.

Du bist auf einem sehr guten Weg.
Wir drücken dir hier alle gaaaanz fest die Daumen.

Grad am Anfang, so war es bei mir, kreisten die Gedanken nur noch um die Ziggi.
Und plötzlich hatte ich Engelchen und Teufelchen auf den Schulter sitzen.
Du weißt was sie mir zuflüsterten.
Mir half es dann , RAUS gehen, die Situation zu verlassen.
Meistens ging ich dann ne Runde spatzieren, frischen Wind um die Nase wehen lassen.

Denk an dich und drück dir die Daumen.

Und "auskotzen" darf man sich hier jederzeit, wir verstehen dich.
LG WildeHilde71

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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Sans Tabac » Sonntag 14. Juni 2020, 12:03

Einen Satz fand ich zur Situation sehr passend: Es auf dich zukommen lassen. Treffer !
Geh es entspannt an, die größte Belohnung ist 100% Selbstbestimmung.
Von den anderen Goodies mal abgesehn. Kriegste hin. :nick

Und wenns doch mal hängt, sind wir auch noch da.

[Nachtrag:] Sieh die Rauchfreiheit als eben dieses.
Was Erstrebenswertes. :nick






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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Nisnis » Sonntag 14. Juni 2020, 12:10

Hallo Crischi,

wie ich sehe hast du inzwischen ein TB angefangen. Deswegen kopiere ich meinen Beitrag hier her.

Liebn Gruß nisnis

Hey Crischi,

ich schliesse mich an und wünsche dir einen guten Start. :hihix

Zu Anfang hate ich auch gedcht, wie wird das werden? Dann habe ich mir vor Agen gehalten, wie toll das sin wird. keinen Druck mehr, keine Panik, ich habe keine Kippen mehr usw. Das ist am 23.10. bereits 9 Jahr her. Du siehst, es ist zu schaffen.

Kopf hoch und durch :wollec

Viel Erfolg nisnis
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Ich bin wie ich bin...
https://www.youtube.com/watch?v=OTbE-jVKF9Q
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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Chrischi » Sonntag 14. Juni 2020, 14:41

Weiß gar nicht was ich sagen soll, war ja noch unter "Zweite Sucht beenden", dass ihr das alle noch wusstet :herz4you !!!
Habt gaaaanz lieben DANK für eure Wünsche und Kommentare, bin ganz baff !!!!

Es ist sehr durchwachsen heute, momentan wechseln sich Momente der Freude, mit Antriebslosigkeit und Tatendrang ab.
Das Chaos is ja schlimmer als verliebt sein :-D
Der schwierigste Teil des anfänglichen Tages ist immer das ausgehfertig machen. Dabei hab ich geraucht wie ein Schlot,
das liegt eben an dieser zwiespältigen Meinung über mich selbst, eine Art Hassliebe. Deswegen hab ich es lange vor mir hergeschoben
und fange gleich damit an, denn ich muss unbedingt raus.

Das war aber absehbar und da komme ich gleich zum zweiten, dass ich durch das Rauchen mein Selbstzerstörungsbedürfnis bzw. - drang
nachgekommen bin. Das ist schwer zu erklären. Zum einen schadet es mir, zum anderen find ichs gut, dass es mir schadet.
Das ist kein bewusstes handeln, sondern seit der Kindheit antrainiert. Der Drang ist doch relativ groß und jetzt auf einmal geht das nicht mehr.

Das sind die größten Probleme, die ich hier erst mal so bewältigen muss, zum einen lernen sich zu mögen und zum anderen Spaß daran zu entwickeln
sich selbst etwas gutes zu tun.

Es sind ja jetze gerade mal 13 Stunden aber trotzdem ist es in all den Jahrzehnten Rekord ;-) und es kommt ja stündlich eine Stunde drauf :D
Es fällt mir schwer und ganz ohne Willen geht es nicht, ich schreie jetzt nicht die ganze Zeit HURRA wie der Hr. Carr :P
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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Sans Tabac » Sonntag 14. Juni 2020, 14:44

Am Anfang ist es vielleicht besser, die Stunden und Tage zu zählen, die man rauchfrei durch hat.
Je mehr es werden, desto mehr hast du Grund stolz zu sein. :nick
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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Chrischi » Sonntag 14. Juni 2020, 19:07

Ich versuche es und jede Stunde als eine gewonnene anzusehen.
Jetze sind es gut 17 Std und wahrscheinlich werde ich die nächste Zeit auch nur in Stunden rechnen, hört sich einfach immer mehr an am Anfang
für die Motivation.
Ist doch erstaunlich wie schnell die Motivation schwinden kann, die noch zu Rauchzeiten schier enorm schien.
Der Rauchdruck ist doch recht stark.

Egal, ich wusste nicht ob es gut ist oder nicht und hab noch ein paar Videos übers Rauchen aufhören geschaut und bin dabei
auf der Stelle gelaufen, weil ich nicht sitzen mochte. Ab und zu nen saftigen Schwall Wasser in die Kehle und Fisherman's Friends auf Lunge essen :spicy
Also n bissl lutschen, schlucken und dann gaaaanz tief einatmen.
Nun sitze ich doch und vor allem beim schreiben hab ich viel geraucht, jetzt müssen vorerst Möhren herhalten.

Ich nehm das ganze Rumgezappel im Moment mal nicht einfach nur als Entzug sondern als Zeichen einer gesteigerten Vitalität ,
denn ich merk schon das ich mich mehr bewegen möchte als in den ganzen letzten vergangenen Jahren.
Der Körper weiß bestimmt im Moment nicht so recht wie ihm geschieht und wie er mit dem neuen Luxus umgehen soll.
Ich vielleicht auch nicht....
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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Sans Tabac » Sonntag 14. Juni 2020, 20:20

Da mach dich mal nicht verrückt.

Logo, dein Körper muß erstmal damit klarkommen, das kein Gift mehr reinkommt.
Das gibt sich aber, keine Panik. :nick
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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Chrischi » Montag 15. Juni 2020, 15:29

Um bei der Anfangstradition zu bleiben, weil sichs erst mal mehr anhört als in Tagen,
bei Stunde 39 ist es jetzt hier durchwachsen.
Freude wechselt sich mit Schmacht und Angst ab.

Ich hab oft den Impuls bevor ich etwas machen will, erst mal eine rauchen und dann geht's los,
dann fällt mir ein, ach geht ja nicht, da kommt erst mal ein ungutes Gefühl und Stress, "oh wie soll das
ohne gehen?" Quintessenz ist natürlich jedes Mal, dass es geht. Aber es braucht im Moment alles ziemlich viel Zeit,
eh ich mich dann durchringe das zu tun, was ich tun möchte. Besonders lang dauerts vor dem rausgehen.
War vorhin das erste mal ohne Kippen und es war ganz komisch.
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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Chrischi » Montag 15. Juni 2020, 15:42

Die Gefahr liegt in allem ziemlich nahe die Ziele aus den Augen zu verlieren, die vor dem Rauchstopp doch noch sehr groß waren
und im Schmacht immer kleiner zu werden scheinen.

Ich versuche mir die guten Sachen vor Augen zu halten. Als ich heut mit dem Rad gefahren bin war ich nicht außer Atem nach nur 39 Stunden ohne rauchen.
Auch hier gilt es aufzupassen, weil der Gedanke nahe liegt, "na wenn ich nach 31 Jahren rauchen, nach so kurzer Zeit wieder fitter werde, wars vielleicht noch nicht so schlimm"

Hier gilt es für mich umzudenken und zu sagen, "na zum Glück und es sollte einem das Gefühl geben, genau im richtigen Moment aufgehört zu haben, in dem noch nichts zu spät -
oder passiert ist." Ich kann noch alles verbessern und wieder hinbiegen, es macht alles Sinn.
Auch wenn es mir schwer fällt mich abzulenken es gibt gute Momente, z.B. hab ich immer die Wäsche die ich getragen habe in den Flur gelegt (ich hab ne Einraumwohnung)
damit sie weniger stinkt, weil ich die Tür zum Wohnzimmer dann geschlossen habe. Grad wollte ich das wieder tun, bis ich gemerkt habe, dass ich das doch gar nicht zu tun brauche.
Da ich viel im Zimmer auf und ab laufe und mir Mut mache war ich sogar müde und hab immerhin heut Nacht 5 Stunden zusammen bekommen, mehr als ich gedacht habe.
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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Sans Tabac » Montag 15. Juni 2020, 16:26

@Chrischi schrob:
Freude wechselt sich mit Schmacht und Angst ab.
Angst wovor ? *neugierig frag*
Da gibts nichts, wovor du Angst haben müßtest. Ganz im Gegentum. :nick
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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Nisnis » Montag 15. Juni 2020, 20:12

Richtig, freu dich auf die rauchfrei Zukunft.

Erst hatte ich die Stunden gezählt, dann die Tage und mit jeder Woche wo ich rauchfrei wurde, wurde ich mächtig stolz auf mich. Zumal mein Ex noch rauchte und das im Haus. Es ist zu schaffen, glaube es mir.

Liebe Grüße nisnis

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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von FrankUndFrei » Montag 15. Juni 2020, 21:25

Chrischi hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 15:42
Ich versuche mir die guten Sachen vor Augen zu halten. Als ich heut mit dem Rad gefahren bin war ich nicht außer Atem nach nur 39 Stunden ohne rauchen.
Auch hier gilt es aufzupassen, weil der Gedanke nahe liegt, "na wenn ich nach 31 Jahren rauchen, nach so kurzer Zeit wieder fitter werde, wars vielleicht noch nicht so schlimm"
...die Flimmerhärchen, die Müllabfuhr der Lunge , beginnen sich zu regenerieren und nehmen die Arbeit wieder auf. Sicher haben sie schon eine Menge Müll rausgeschafft, der dir sonst da Atmen schwer gemacht hat.
Aber sie haben auch noch eine Menge Arbeit vor sich.Sei froh, dass das so gut klappt ....du weist ja selber,dass der Gedanke ..."wars vielleicht doch nicht so schlimm" Quatsch ist. Niemand kann sagen, ob das auch noch so gut klappen würde wenn du noch 10 Jahre weiter rauchst.
Toller Tagebuchtitel übrigens und herzlichen Glückwunsch zum guten Start!
Ich stelle dir mal einen großen Sack Sturheit vor die Tür. Und falls du in Versuchung geraten solltest zu rauchen, nimmst du dir etwas von der Sturheit. Einfach stur nicht rauchen.Und wenn der Sack leer ist sagst du Bescheid, dann stelle ich die einen Neuen vor die Tür.
LG
Frank

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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Chrischi » Montag 15. Juni 2020, 21:42

Ich danke euch ganz leib, Nisnis das ist natürlich nochmal ne ganz andere Nummer wenn noch jemand im Hause ist der raucht, wie lange ist es bei dir her?

FrankUndFrei klar weiß ich, dass das Unsinn ist, kommt aber unweigerlich kurz auf vom Tabakmonster, um zu versuchen mir das Weiterrauchen schön zu reden. Deshalb versuche ich wachsam zu sein und unsinnige Gedanken die aufkommen, in die richtige Bahn zu lenken, so dass ich die richtigen Schlüsse daraus ziehen kann.
Ich merke zumindest dass die Hemmschwelle sich eine anzustecken immer größer wird je mehr Stunden man hinter sich bringt. Es wär schade das weg zu werfen es sind schon fast 2 Tage weg vom Entzug.
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Re: Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

Beitrag von Sans Tabac » Dienstag 16. Juni 2020, 05:24

Chrischi sagte:
Ich merke zumindest dass die Hemmschwelle sich eine anzustecken
immer größer wird je mehr Stunden man hinter sich bringt.
Das ist gut ! Das ist sehr gut !
Stärkt das Durchhaltevermögen.
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