25 years a salve *vorsichtlangertext*

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level30
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25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von level30 » Montag 20. Juli 2020, 00:52

Servus in die Runde. (Wem die Vorgeschichte zu mühsam ist kann gleich zu meinem persönlichem howto runterscrollen. >Rote Schrift)

Exakt heute vor 4 Jahren habe ich meine Freiheit wiedererlangt. Das hat aber nicht nur mit dem Rauchen zu tun. Warum möchte ich euch hier erzählen.
Auch wenn ich viel lese bin ich leider kein großer Schreiber. Verzeiht mir bitte deshalb so manchen Fehler.

Am 31.12.2013 Habe ich die letzte Zigarette geraucht. ("He das ist aber länger her als 4 Jahre" > stimmt :-))

Ich hab mir Sylvester nicht fürn guten Vorsatz ausgesucht! Mein Sohn hat das Datum gewählt um auf die Welt zu kommen. Ich habe mir vorgenommen wenn er da ist hör ich auf. (Ich wollte zu dem Zeitpunkt aber eigentlich schon lange aufhören) Da er aber fast 2 Wochen zu früh unterwegs war traf mich das mehr oder weniger unvorbereitet. Heute lach ich drüber aber am 1.1.2014
fand ich´s nicht so lustig. Man möchte meinen zu seinem neugeborenen Sohn ins Krankenhaus zu fahren wäre Freude genug. Nicht für mich als Nikotinsüchtiger.

An der Stelle möchte ich kurz meine persönliche Einstellung zum Thema Abhängigkeit und Entwöhnung sagen. Jeder Mensch hat seine eigene Psyche, Umfeld, Gewohnheiten,
Suchtverhalten usw.! Daher gibt es nicht die eine Methode um vom Rauchen los zu kommen. Der eine hört einfach auf. Der andere braucht eine langfristige Strategie. Ich habs allein
geschaft. Jemand anderes vielleicht mit Unterstützung. Am Ende sollst du frei sein! Mit Kommentaren wie "Man braucht nur genug Willenskraft" macht man es sich zu einfach.

Am 1.1.2014 war ich sofort nach dem aufstehen auf Entzug. Jeden Morgen Kaffee + 2 Zigaretten. Es war die Hölle kann ich euch sagen. Auf dem Weg zum Automaten (ja ich war schwach)
fahre ich bei der Apotheke vorbei und lese NOTDIENST. Es war ja Neujahr und nix hatte offen. Ich drücke also die Klingel und jammere der Apothekerin vor ich brauch was gegen Nikotinentzug.
Sie lässt mich zwischen Pflaster, Kaugummi usw. wählen. Ich entscheide mich für den Nikorette Spray. Für mich ein Teufelszeug kann ich euch sagen.

Ich habe als Raucher so ca. 20 Zigaretten geraucht. Auch im Bett..eigentlich überall (zum kotzen). Manchmal auch 30 und bei einer Party auch 40. Meist die Marken mit so 0,6 bis 0,8 mg Nikotin. Die 0,6 mg bekommst ja aber nicht mit einmal dran ziehen. Der Nikorette Spray feuert dir 1mg pro Sprühstoß rein. Also augenblicklich. Ich musste vor der Apotheke erst mal im Auto sitzen bleiben und warten. So hat mich das geflasht. Ich hab den Fehler gemacht zu inhalieren. Wie ein richtiger Kick war das. Aber, das verlangen nach einer Zigarette war weg und kam auch nicht mehr. Das hatte einen hohen Preis.

Ich war sofort happy. Das geht ja einfach dachte ich. Spray rein und fertig. Ich war also einer von vielen, die anscheinend rein Nikotinabhängig sind. Ich hatte überhaupt keinen Gedanken mehr an eine Zigarette.

Jetzt einfach den Spray langsam reduzieren....genau. Ich war noch nie so abhängig. 1 Spray hat 150 Sprühstöße. Hab manchmal 3 mal drauf gedrückt das mir richtig schlecht wurde. Ich kam damit irgendwann nur noch 4-5 Tage aus. Das wären umgerechnet auf die Zigaretten mit 0,6 mg zw 50 und 60 Stück. Das ging dann Jahrelang so dahin. Ich musste das Zeug im Internet bestellen weil bei uns in der Apotheke wars einfach unleistbar. Ich gab im Monat sicher zw. 200 und 240 Euro aus. Natürlich hab ich dazwischen immer wieder mal versucht von der Spraysucht weg zu kommen... Da brauchte es aber eine richtige Strategie.
Ich habe der Abhängigkeit also den Krieg erklärt...

...mit Nikotinpflaster hahahaa. Vom Regen in die Traufe und nochmal in die Traufe? Nein, es war durchdacht und führte zu Erfolg. Zumindest seit genau 4 Jahren.

Howto

Ein großer Punkt für mich war der sogenannte Kick. Die Zigaretten als auch der Spray gab mir dieses Gefühl. Also musste der Spray weg.
Der Kaugummi kam nicht in Frage da es eigentlich ein ähnliches Prinzip ist. Nikotinzufuhr bei Bedarf schnell und stark. Kannst ja 4 auf einmal reinstopfen. Hätte ich bestimmt gemacht.
Also war das Nikotinpflaster meine Wahl. Es gibt das Gift kontinuierlich ab ohne das du dafür etwas machen musst. Der Kick fehlt komplett.

Ich fing mit 24 Stunden Pflaster mit 21 mg an. Die lässt man in der Nacht drauf. Vorteil: am Morgen bist du noch immer high :-) Nachteil: Ich schlief echt schlecht und die Haut unterm Pflaster
mochte das auch nicht.
Also wechselte ich zu den 16 Stunden Pflastern. Das machte ich erst mal 4 Wochen mit den 25mg. Dann erschien mir aber der Sprung von 25 zu 15 und 10 recht hoch. Daher hab ich mir die Pflaster selbst auf 23,21,18 usw. zurecht geschnitten. Ungefähr halt. Die kleinen Teile konnte ich zum Ende hin einsetzen. Da hatte ich dann 7,5,3 mg ... ENDE

Das ganze hat ca. 4 Monate gedauert. Hat einen Bruchteil dessen gekostet was ich vorher mit den Sprays veranstaltet hab.
Ich war zu beginn nicht 100% überzeugt obs klappt. War aber dann doch überrascht wie gut es funktioniert hat.
Ob ich den Erfolg auch gehabt hätte, wenn ich mich damals in der Apotheke gleich für die Pflaster entschieden hätte ist die große Frage! Heute aber egal.

Habe ich heute Momente der Schwäche? Jain, Durch meine lange Ersatzpräparat-Abhängigkeit hab ich überhaupt kein Verlangen mehr nach Zigaretten. Das ist komplett verschwunden.
Ich kann bei Rauchern im freien stehen und hab 0 Bock auf das Zeug. Ich will kein bösartiger Nichtraucher sein aber der Geruch ist für mich kaum noch erträglich.
Ganz selten denk ich an das Spray. Zum Glück sind diese Momente selten und Spray hat auch nie jemand dabei der mich verführen könnte. ;-) Ich bleibe Wachsam

Ich hab natürlich das essen für mich entdeckt. Bisschen auf die Nährwerte schauen + Bewegung dann passt das.

So was bleibt zum Schluss zu sagen? Es gibt bestimmt unkompliziertere, günstigere Methoden als das was ich alles gemacht hab. Aber wenn das hier nur einer liest
und ein kleines bisschen hilft, hab ich alles richtig gemacht.

Ich wünsche allen ein erfolgreiches Entwöhnen!

lg

Markus

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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von Sans Tabac » Montag 20. Juli 2020, 12:45

Hi Markus, herzlich :wikkxc

Hab mir die Story tatsächlich komplett durchgelesen, die Beschreibung
einer Nikotinsucht (die es laut Wissenschaft nicht gibt) war für mich sehr lehrreich. :nick
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WildeHile71
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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von WildeHile71 » Montag 20. Juli 2020, 16:10

Hallo Markus,

herzlich Willkommen hier im Forum.

Deine NMR-Story liest sich prima,
obwohl der Weg bestimmt nicht einfach war.
Aber du hast Recht, es gibt nicht diesen EINEN WEG.

Der Kölner sagt, jeder Jeck is anders.
Und jeder hat so seinen Weg.

Ich find es ganz toll wie du diesen Weg gemeistert hast und uns auch daran teilhaben läßt.
Danke dafür.

Sie wird bestimmt für Einige eine große Hilfe sein.
LG WildeHilde71

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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von level30 » Montag 20. Juli 2020, 22:16

Sans Tabac hat geschrieben:
Montag 20. Juli 2020, 12:45
Hi Markus, herzlich :wikkxc

Hab mir die Story tatsächlich komplett durchgelesen, die Beschreibung
einer Nikotinsucht (die es laut Wissenschaft nicht gibt) war für mich sehr lehrreich. :nick
Ja die Wissenschaft. Wenn die nur immer recht hätte.

Bevor ich meine Nikotinsprays im Internet bestellt hab, bin ich immer in verschiedene Apotheken gefahren um die zu kaufen. Ich hab mich geschämt wie viel ich davon brauchte und hab deshalb immer eine andere Apotheke gewählt das es nicht so auffällt. Mit der Zeit kannten die mich natürlich alle. Und in jeder erzählte man mir das es eben echt viele gibt die von der Zigarette losgekommen sind aber jetzt eben vom Spray abhänging.

lg

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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von Sans Tabac » Dienstag 21. Juli 2020, 11:46

Wie ich sehe, bist du ja in Eigenregie vom Spray weg.
Wäre es tatsächlich eine Sucht im üblichen Sinne, hätte das so nicht hingehauen.
Vielmehr spielt mMn. ein anderer Punkt aus deinem Text rein.
Es machte dir eine Art Wohlbefinden und das lässt dich an der Substanz hängen.

Habe bisher noch keine saubere Abgrenzung zwischen extrem mögen und Sucht gefunden.
Das ganze Ding ist schon sehr komplex. :nick
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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von Chrischi » Dienstag 21. Juli 2020, 15:32

Na ja, ich glaub das ist unterschiedlich. Bei Nikotin ist das so ne Sache. Früher war es beim Kaffee zum Beispiel so, dass man meinte, man müsste nach dem Kaffee ein Glas Wasser trinken, weil Kaffee dem Körper Wasser entzieht. Geht man ins Internet, gibt es heute kaum noch Beiträge in denen ernsthaft weiter behauptet wird dass das so ist, weil es schlichtweg tatsächlich wissenschaftlich widerlegt - und Unsinn ist.
Schaut man bei Nikotin nach, behaupten die meisten weiterhin das Nikotin allein abhängig macht. Warum ist das so, weil die Studie dass Nikotin nicht abhängig macht, so neu ist?
Ich glaube das liegt daran dass es wirtschaftlich und industriell gesehen völlig Wurst ist, ob man nach dem Kaffee ein Glas Wasser trinken muss, oder nicht. Deshalb wird nicht mehr oder weniger Wasser oder Kaffee verkauft.
Jedoch ob Nikotin allein süchtig macht oder nicht ist sehr wohl industriell und wirtschaftlich bedeutsam. Bedeutung hat es für die Tabak Industrie, für die Medizin der Nikotinpräparate ( was reines Nikotin ist, kein Präparat ) als auch für die Industrie der E-Zigaretten. Deshalb glaube ich weder der einen, noch der anderen Seite bedingungslos, weil einfach zu viel dranhängt.
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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von Sans Tabac » Dienstag 21. Juli 2020, 23:06

Das ist auch gut so.
Mir kam nur in letzter Zeit öfter quer, das wenn jemand von einer Substanz ein Wohlbefinden erlangt,
den Wunsch danach als Sucht bezeichnet. Die hervorstechende Eigenheit einer Sucht ist
aber meistens, das ein Verzicht nur unter extremem Mißbefinden bzw. in Eigenregie kaum
bis gar nicht möglich ist. Das wäre im Wesentlchen meine Definition einer Sucht.

Achja @Chrischi, herzlichsten Glühstrumpf zur 100.Tapete ! :lach4
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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von Chrischi » Mittwoch 22. Juli 2020, 09:05

Sans Tabac hat geschrieben:
Dienstag 21. Juli 2020, 23:06
Achja @Chrischi, herzlichsten Glühstrumpf zur 100.Tapete ! :lach4
Nur deshalb hab ichs geschrieben :victory :-D



…. ach Mist jetze sinds 101 ich hasse ungrade Zahlen......schnell noch 99 Beiträge dann passts wieder :-)
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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von level30 » Donnerstag 23. Juli 2020, 03:51

Ich machs mir einfach. Für mich ist Sucht danach wenn ich einen halben Panikanfall habe weil ich den Spray nicht finde. Oder wenn ich noch am Abend um 23:00 Uhr die nächste Nachtapotheke anfahren muss usw usw
Das ganze wider Willen. Ob oder welche Art von Sucht das dann wäre ist mir egal.

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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von level30 » Donnerstag 23. Juli 2020, 04:00

Sans Tabac hat geschrieben:
Dienstag 21. Juli 2020, 23:06
Das ist auch gut so.
Mir kam nur in letzter Zeit öfter quer, das wenn jemand von einer Substanz ein Wohlbefinden erlangt,
den Wunsch danach als Sucht bezeichnet. Die hervorstechende Eigenheit einer Sucht ist
aber meistens, das ein Verzicht nur unter extremem Mißbefinden bzw. in Eigenregie kaum
bis gar nicht möglich ist. Das wäre im Wesentlchen meine Definition einer Sucht.

Achja @Chrischi, herzlichsten Glühstrumpf zur 100.Tapete ! :lach4
Dir kommt was quer? Sans Tabac >TEAM? Tut mir aber leid. Ich teile eine andere Meinung als die deine. Ist das erlaubt?

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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von Niko_Clean » Donnerstag 23. Juli 2020, 06:24

level30 hat geschrieben:
Donnerstag 23. Juli 2020, 04:00

Dir kommt was quer? Sans Tabac >TEAM? Tut mir aber leid. Ich teile eine andere Meinung als die deine. Ist das erlaubt?
Kommt ein Mann zum Psychiater und erzählt ihm, dass er sein Pferd liebt. Daraufhin meinte der Psychiater, dass viele Menschen ihr Tier lieben.
" Ich liebe mein Pferd aber körperlich!" meinte der Mann.

Als der Psychiater ihn dann fragte ob es eine Stute oder ein Hengst sei, brüllte der Mann ihn an :" Eine Stute natürlich, ich bin doch nicht pervers!!!!"

Was ist normal und was ist krank?
Im Bereich GESUNDHEIT gibt es viele verschiedene Meinungen, für mich bedeutet suchtkrank:
Sich zu Tode saufen, rauchen, fressen .......
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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von Sans Tabac » Donnerstag 23. Juli 2020, 14:12

@level30, Andere Meinungen sind natürlich erlaubt, passt schon. :nick

Schließlich ist bei jedem die Definition von Sucht etwas anders,
genau wie die Methoden des Tabakausstiegs und vieles andere im Leben.
Darüber zu reden ist so ein Forum doch da.

Und "Quer gekommen" bedeutet keineswegs, das ich mit was nicht einverstanden bin.
Das geht mehr in die Richtung hab ich schonmal wo gesehn / gelesen.
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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von WildeHile71 » Sonntag 26. Juli 2020, 08:51

Hallo ,

hier darf jeder seine Meinungen und Ansichten schreiben.

Jeder wird "Sucht" anders auslegen.

Eine Kollegin von mir behauptet , sie wäre süchtig nach Schokolade.

Sie hungert fast den ganzen Tag, damit sie Abends ihre "Ration Schockolade " futtern kann.
Ohne ginge es nicht.

Ob es wirklich eine Sucht ist ?


Im Teenager-Alter war ich mal abhängig von Nasenspray......so dachte ich.
Ohne Spray konnte ich nachts "nicht atmen".
Irgendwann sind wir weggefahren, mit Übernachtung und mein Nasenspray lag daheim.

Siehe da, den nächsten morgen bin ich trotzdem aufgewacht und habe geatmet.......
LG WildeHilde71

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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von Chrischi » Sonntag 26. Juli 2020, 13:04

Ich denke es gibt drei Arten von Süchten. Die eine ist körperlich, die auch körperliche Symptome auslösen, die andere ist die psychische Sucht bei der nur der Kopf eine Rolle spielt und die Sucht in der beide
Komponenten eine Rolle spielen. Dann muss man wohl auch noch unterscheiden zwischen Sucht und Abhängigkeit. Zudem gibt es ja auch noch die Tatsache, dass bei vielen Süchten durchaus unterschiedlich starke Abhängigkeiten und Symptome ausgeprägt sind. Das kenne ich zum Beispiel von Nikotin und Alkohol als auch THC.
Bei Heroin zum Beispiel oder Cristal hab ich noch nie gehört, dass es Menschen gibt, die das nur ab und zu mal nehmen und weniger stark abhängig sind.
Letztendlich glaube ich sollte man es hier nicht all zu wissenschaftlich auseinander pflücken.
Für mich ist jemand dann süchtig, wenn er etwas nicht lassen, oder auf etwas nicht lebenswichtige nicht verzichten kann und es nicht schafft einfach davon loszukommen, es ihn schädigt und er es lassen will aber nicht einfach kann.
Zum Beispiel ist Fingernägel kauen und Spielsucht auch eine Sucht auch wenn es keine körperliche Abhängigkeit ist.

PS : Ich verzichte absichtlich auf dieses "er/sie", jeder weiß was gemeint ist und dass das Frauen genauso betrifft wie Männer :-D
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Re: 25 years a salve *vorsichtlangertext*

Beitrag von Sans Tabac » Sonntag 26. Juli 2020, 15:57

@Chrischi, schönes Ding ! :victory
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