Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Liebe Leute, wir freuen uns wenn ihr euch hier kurz oder lang :roll vorstellt
Julimond
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Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Julimond » Mittwoch 5. August 2020, 15:44

Gestatten - mein Name ist Juli und ich bin ein Tabak-Suchtzwerg vor dem Herrn.

Nun ist das nicht nur dämlich, weil’s bekanntermaßen grundsätzlich dämlich ist.
In meinem Fall ist es sogar besonders dämlich.

Ich durchlief vor fünf Jahren ein sehr unlustiges Therapiejahr. Der Grund dafür war quasi der „worst case“.
Der König aller Krankheiten, mit dem die Menschheit bis heute ab einem bestimmten Punkt überfordert ist.
Einige Risikofaktoren sind allerdings nachgewiesen.
Rauchen zB.

Nun war die Krankheit im meinen Fall stark an meinen Hormonhaushalt gekoppelt - ich zu jung, um die aggressiven Therapien nicht relativ gut wegzustecken - und zudem hatte ich Glück - vor allem deshalb, weil sie im Anfangsstadium entdeckt wurde, aber auch deshalb, weil ich eine der best erforschtesten Varianten überhaupt hatte.


Ist das genug Rechtfertigung, nach solch einer Erfahrung den Schuss immer noch nicht gehört zu haben?
Alles zu easy, back to normal, geht schon?

Nö. Ich hörte den Schuss durchaus und easy war bzw. ist es ganz und gar nicht. Nach so einer Diagnose inkl. langwierigem Heilungsprozess in relativ jungen Jahren ist nichts mehr so wie’s vorher war. Zudem triffst du während deiner „Wiederherstellung“ andere Menschen - die du magst und mit denen du bis zum bitteren Ende kämpfst - und die dir unübersehbar vor Augen führen, dass du einfach nur verdammtes Glück hattest.

Das Ganze heisst aber trotzdem nicht automatisch „Erleuchtung“ auf jeder Ebene und dass sich die Dämonen in einem, zack, in Luft auflösen. Plopp.
Ich bin immer noch Ich - schlauer als vorher in vielerlei Hinsicht und nichtsdestotrotz nach wie vor ein Mensch - mit vielen Fehlern.

Ein konkreter, hier im Forum und für mich sehr relevanter Fehler, lässt sich immer wieder eine Zeit lang verdrängen, Vogelstrauß und so.
Zudem hab ich wohlgemerkt (noch) keine merklichen Symptome wie Kurzatmigkeit o.ä., die mich jeden Tag daran erinnern würden wie destruktiv ich mich verhalte. Aber ich bin zugegebenermaßen auch noch nicht ganz so alt, zudem schlank und nicht unsportlich (sportlich wäre übertrieben).
Kann bzw. wird also alles noch kommen, wenn ich den Absprung ewig oder nie schaffe.

Schwall ins All.


Ich hab’s bis heute nicht final geschafft, das verdammte Rauchen längerfristig sein zu lassen.
Und bin bis zuletzt wieder auf meinem Höchststand von durchschn. 20 Zigaretten pro Tag.
Bis zuletzt heisst gestern, ne.
Heute (Stand jetzt) bin ich bei 5. Was für den einen sicherlich nach „naja“ klingt, für mich aber durchaus schon ‚ne Leistung ist.

Der Knackpunkt bei meinen bisherigen (äh, drei) Aufhörversuchen war rückblickend immer nur eins: Leichtsinn resp. Selbstüberschätzung.
Nikotinfrei war ich dabei allerdings nie.
Habe jedes Mal mit Dampfern oder zuletzt (vor ca. einem Jahr) mit so nem schicken überteuerten Ding substituiert, das wie ein USB-Stick aussieht.
Keine Ahnung wieso, aber ich finde es selbst damit unglaublich schwer, egal wieviel tausend mg Nikotin in den Liquids/Pods ist.

Das Aufhören (nennt’s Umstieg) klappte bisher einigermaßen gut, das mit dem langfristig und konsequent durchziehen… Ihr kennt das.
Blubb.

Ich WILL es jetzt hinbekommen, es lässt sich einfach null rechtfertigen und tatsächlich nur begrenzt verdrängen. Vielmehr schwebt’s mir wie so ‚ne Comic-Regenwolke täglich über der Birne.

Plan:
Ich „schleiche aus“, das hat für mich auch letztes Jahr gut geklappt, um den Anfang hinzubekommen.
D.h. ich reduziere auf (m)ein tägliches Minimum und fahre dieses Minimum sukzessive runter.
Das mache ich bewusst, um mich nicht völlig dem „ich darf nicht“-Gefühl auszusetzen , um dem unschönen „muss“ ein bisschen die Macht und mir dadurch die Motivation zu nehmen.

Letztes Jahr habe ich jeden Abend zum Einschlafen das Hörbuch von Allen Carr via YouTube gehört. Kam mir zuletzt aus den Ohren raus, da ich nicht sonderlich auf diesen Ami-Coaching-Style stehe (repeat repeat repeat - tschaka tschaka tschaka)..
Ggf. hat hier jmd einen aktuelleren Alternativtip, nicht ganz so nervige Gehirnwäsche oder so :)

Vielleicht hilft mir diese Community dabei, meinen persönlichen Knackpunkt zu überwinden = dem Irrglaube, dass ich nach der ersten erfolgreichen „Kippen-Abstinenz-Phase“ hier und da mal eine rauchen kann = zonk.

Es wär’ mir ein Fest.

Cheers
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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Chrischi » Mittwoch 5. August 2020, 17:07

Die Gefahr von Krankheiten schwebt immer über dem Rauchen, aber Angst ist nicht der Knackpunkt warum man mit dem Rauchen aufhört.
Mein Vater ist an Lungenkrebs gestorben, ich hab weiter geraucht. Vor kurzem ist ein Freund nur 2 Monate nach der Diagnose Krebs gestorben.
Ich glaube die Angst fördert nur das Rauchen weil wir dann unter Stress geraten und nur noch mehr rauchen.

Ich kann dir auf jeden Fall den Tipp geben zu versuchen umzudenken. Wenn du so an die Sache rangehst, dass du etwas aufgeben musst, oder etwas
nicht darfst, nämlich nicht rauchen sind wir Menschen nun mal so gestrickt das uns das "nicht dürfen" ein ungutes Gefühl gibt und zu Zwang wird und wir
dann vielleicht gar nicht mehr aufhören wollen. Dann ist es ein echter Kampf und auch Krampf.

Versuch dir klar zu machen, warum man raucht und was Sucht überhaupt bedeutet und wie man seiner Freiheit und Eigenständigkeit beraubt wird.
Wie man sich zum Kasper dieses inneren Monsters das nach Zigaretten schreit macht und letztendlich nach dessen Pfeife tanzt.
Ich hab vor ca. 50 Tagen abrupt aufgehört und halte mich selbst eigentlich für einen hoffnungslosen Fall. Ich habs nie geschafft vielleicht nur mal
für Stunden. Jeder weiß wie gern man Dinge umsetzt und tut die man muss.

Versuch dir kleine Ziele zu setzen die du mit dem Nichtrauchen verbindest.
Du darfst gesund leben. Du darfst frei sein. Ich brauch nicht mehr täglich dran zu denken wie ich mir den Stoff besorge.
Das alles hört sich viel besser an als dieses selbst auferlegte "ich muss".

Du musst gar nichts, du willst mit dem rauchen aufhören, aber du musst nicht. Es wird auf jeden Fall schwer werden, wenn du im Prinzip dem Rauchen
nachtrauerst, denn das absurde ist, man will mit dem Rauchen aufhören, wenn man aber nicht raucht sehnt man sich danach zu rauchen, da stimmt doch was nicht
und darüber darf man sich klar werden.

Ich kann dir Stefan Frädrich und "Nichtraucher in 5 Stunden" ( YouTube ) empfehlen, denn der erklärt noch mal wie eine Sucht funktioniert und wie das mit dem inneren
Schweinehund ist und wie der funktioniert.

Viel Erfolg auf jeden Fall und versuch die reduzierten Zigaretten nicht zu etwas besonderen zu machen das ist die Gefahr beim ausschleichen.
PS: Der Umstieg zur Dampfe ist schwierig, weil in der Zigarette noch zig andere Suchtstoffe stecken, nicht nur Nikotin.
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FrankUndFrei
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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von FrankUndFrei » Mittwoch 5. August 2020, 21:08

Hallo Julimond,
erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.
Zu deiner Frage nach Alternativen zum Carr:
Ich fand den Frädrich immer sehr gut, den habe ich mir damals gleich mehrmals angesehen
https://www.youtube.com/watch?v=Ap6MHpZ3dPE
Aus irgendeinem Grund hat mir das sehr geholfen,zu wissen, was da biologisch in meinem Körper abgeht und was Sucht und Entzug biologisch ausmacht. Ich finde, der Frädrich beleuchtet schon sehr gut alle Seiten der Sucht.

Joel-Spitzer finde ich -mit einigen Einschränkungen -auch ganz gut:
https://whyquit.com/NWEEZ/NWEEZ!-Buch.pdf

Die Einschränkung: ich habe den Spitzer erst gelesen als ich schon ein paar Wochen clean war. Da war der ganz gut um die Motivation zu halten.
Allerdings arbeitet der für meinen Geschmack etwas zu viel mit Abschreckung...Beschreibung von Krankheiten u.s.w., ich glaube wenn ich den gelesen hätte als ich noch geraucht habe,..ich hätte das Buch schnell wieder weggeklickt.

Ich musste nicht aufhören,ich durfte aufhören. D.h .irgendwie musste ich schon aufhören, bei mir war der konkrete Anlass aber nicht meine Körperliche Verfassung sondern meine miserable psychische Verfassung.
Der konkrete Auslöser war ein Tag,der für mich um 3 Uhr morgens begann und gegen Mitternacht endete, Dienstreise zu einer Besprechung nach Frankreich , mit Flug morgens hin und abends zurück und das ganze mit Dauerentzug, da ich ab meinem Abflug um 6 in Düsseldorf bis zur Rückkehr nach 22 Uhr vielleicht gerade mal Gelegenheit für 3-4 Kippen hatte.Meine übliche "Tagesdosis" lag bei weit über 30.
Ob du es mir glaubst oder nicht ,aber mir ging es am nächsten Tag noch beschissen und ich hatte die ganze Zeit des Gefühl,ich kann gar nicht so viel rauchen,wie ich aufzuholen habe. Erster Kaffee bei der Arbeit,ich stehe draußen und rauche gleich 2 hintereinander, na gut das war nichts ungewöhnliches, aber nach 5 Minuten zurück am Arbeitsplatz habe ich das Gefühl,ich muss schon wieder rauchen und so ging das den ganzen Tag.
Noch einen Tag später habe ich dann aufgehört, meine größte Motivation war, dass ich diese sch..... Sucht loswerden wollte.
Das ganze ist jetzt fast 5 Jahre her und ich bin sehr froh das ich diesen Mist los bin.

Liebe Grüße

Frank

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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Sans Tabac » Mittwoch 5. August 2020, 21:13

Tach Juli, erstmal herzlich :wikkxc

Nikotin ausschleichen haut meistens hin (Erfahrungen liegen ja vor), Tabak ausschleichen - forget it. :winkewinke
Dann machs lieber gleich richtig. :nick

[Nachtrag:] Das fand ich interessant:
Das Aufhören (nennt’s Umstieg) klappte bisher einigermaßen gut, das mit dem langfristig und konsequent durchziehen… Ihr kennt das.
Mit einer Blu oder Juul umzusteigen ist ein Lottospiel. Trotz Mengen von Nikotin viel zu wenig Leistung,
das macht einiges kaputt. Wenn es im Hals richtig zwiebeln soll, brauchst du schon ein kräftigeres Gerät.
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FrankUndFrei
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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von FrankUndFrei » Mittwoch 5. August 2020, 21:56

Julimond hat geschrieben:
Mittwoch 5. August 2020, 15:44
Vielleicht hilft mir diese Community dabei, meinen persönlichen Knackpunkt zu überwinden = dem Irrglaube, dass ich nach der ersten erfolgreichen „Kippen-Abstinenz-Phase“ hier und da mal eine rauchen kann = zonk.
...du bist nicht einfach nur Raucher ( = Mensch der in regelmäßigen Abständen oder auch einfach nur hin und wieder raucht )
du bist in erster Linie "Smokeaholic" ( = Mensch mit Rauchsucht), entsprechend wir ein "Alcoholic" Mensch mit Alkoholsucht.
Die Sucht hat meist biologische und psychologische Aspekte.Auch wenn man hier nicht überall eine klare Trennlinie zwischen beiden Aspekten ziehen kann,finde ich doch dass sich die biologischen Aspekte recht einfach und plastisch veranschaulichen lassen:
Mit der ersten Zigarette hast du Gifte zu dir genommen,die auf dein Nervensystem wirkten. Vielleicht wurde dir übel davon, vielleicht fandest du das Gefühl aber auch toll,das ist eigentlich auch egal,entscheidend ist, dass das für dein Nervensystem nicht der Normalzustand ist.Es steuert gegen. Ja mehr und regelmäßiger du geraucht hast um so mehr hat sich dein Köper an ein andauerndes gegensteuern gewöhnt.: Die Zufuhr der Gifte im Tabak ist für dein Nervensystem der neue Normalzustand. Fehlt nun diese Zufuhr, ist das Nervensystem wieder aus dem Gleichgewicht,du bist auf Entzug. Es dauert seien Zeit bis dein Körper merkt, dass es nichts mehr gegenzusteuern gibt, weil kein Tabakgifte mehr kommen.
Wenn du nun nach einiger Zeit der Abstinenz wieder rauchst, weiß dein Körper ja schon wie mit dem Gift umzugehen ist und kann viel schneller Gegensteuern mit der Folge dass du viel schneller wieder körperlich dran hängst.
Aber selbst jemand der nie geraucht und irgendwann anfängt "nur hin und wieder" eine zu rauchen läuft starke Gefahr sehr schnell stark abhängig zu werden, weil rauchen einfach ein sehr hohes Sucht-potenzial hat.

Aber auch wenn wir diese Aspekte mal außer Acht lassen: was hast du davon "hier und da mal eine zu rauchen"? Du must dich doch zwischen den Zigaretten,die du dir genehmigst ständig kontrollieren. Ein ehemaliger Raucher der komplett aufhört, hat es wesentlich einfacher. Vor allem wenn er zu der Überzeugung gelangt, dass er vom Rauchen gar nichts hatte.
Ich weiß, du liest aus meinen letzten Worten jetzt bestimmt den Carr heraus, aber in machen Aspekten hatte er sicher auch Recht.
Und so eine Überzeugung lässt sich nun einmal auch nicht erzwingen.

Liebe Grüße

Frank

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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Julimond » Mittwoch 5. August 2020, 23:47

GROßEN Dank für Eure hilfreichen Antworten, mit denen tatsächlich einige Denkanstöße einher gehen.

- Dr. Frädrich und sein innerer Schweinehund (der glaube Gustav oder so hieß, ne) sagt mir was, zumindest kenne ich sein Format Gedankentanken - schaue ich mir an. Merci auch für die weiteren Tipps, Spitzer kenne ich noch nicht, werde ich mir vormerken. Alan Carr macht inhaltlich durchaus Sinn, ich mag nur die Methode bzw. wie’s aufbereitet ist nicht so sehr.

- Hinweise wie „versuch die reduzierten Zigaretten nicht zu etwas besonderen zu machen das ist die Gefahr beim ausschleichen.“
Valid Point. Zigarette = Trigger Belohnungssystem usw. / Reduktion = große Freudeeee auf die wenigen. Ich hatte es das letzte Mal allerdings trotzdem problemfrei hinbekommen zu Anfang = angefangene Packung und davon über knapp zwei Wochen nur nach 19 Uhr eine. Als die Packung leer war, Endegelände. Das hat die ersten vier Wochen (mit Juul) geklappt, bis ich hier und da mit Rauchern aus war und mir in Verbindung mit Alkohol ein bis zwei geschnorrt hatte. War vermeintlich auch kein Ding, danach wieder längerer Break, ich total happy, weil mir das on/off ja so üüüberhaupt nichts ausmachte und ich mir „vogelfrei“ vorkam, keine eigenen Ziggis mehr zu brauchen. War natürlich ein schleichender Prozess, so ca. über fünf Monate, inkl. stetig wachsender Freude, wenn ich mit Rauchern verabredet war - bis ich mir letztlich wieder eigene gekauft hab. Zonk.

- Und ja, Frank, du hast recht, werde mich detailliert auf die Vorteile des Nichtrauchens fokussieren und mir die Prozesse und alles Negative mantraartig vor Augen führen. Vielen Dank für die Erklärungen.

- Sans Tabac - kenne mich mit „richtigen“ Dampfern null aus, ich hatte vor dieser Juul auch bloß so etwas, das wie ein dickerer Stift aussah. Bei diesen großen Teilen bin ich nie so wirklich durchgestiegen, ist mE voll der Dschungel, hier dieser Tank, dort dies das Ananas…. Hast du konkrete Empfehlungen oder einen empfehlenswerten Shop, durch den ich mich mal durchstöbern könnte (sofern man hier Werbung machen darf) ?

MERCI nochmal an Euch für die nette Begrüßung, die ausführlichen Antworten und dass ihr meinen Schwall überhaupt gelesen habt :)

Keep you posted

J.
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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Sans Tabac » Donnerstag 6. August 2020, 12:40

Hallo Juli, direkt ein Gerät empfehlen kann ich nicht, da kommt nur Mist bei raus.

Aber mit diesem Fragenkatalog kannst du selbst drauf kommen:

- Großes oder eher kleines Gerät ?
- Längere oder nicht so lange Akkulaufzeiten ?
- Viel oder wenig Dampf ?
- Leicht oder eher fest zu ziehen ?
- Darf die Bedienung komplizierter sein oder eher einfach ?

Damit kannst du eine Vorauswahl treffen.
Eins kann ich aber generell empfehlen. Keine fest verbauten Akkus
(es gibt hier aber einige wenige Ausnahmen), Vorsicht bei Podsystemen,
keine All in One Geräte. Das ist der total letzte Husten, geht viel zu leicht kaputt, das Zeug.
Wenn du richtig ins Dampfen einsteigen willst, nimm ruhig was an Geld in die Hand,
gute Geräte halten bei guter Behandlung Jahrelang. :nick

Bezugsquellen lasse ich dir die Tage via PM zukommen.
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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Julimond » Donnerstag 6. August 2020, 13:38

Danke dir !

Fange gerade an, mich hier etwas näher durch die verschiedenen Kategorien / Threads zu wühlen = schätze, zum Dampfer-Thema haben hier "Experts" wie du ohnehin schon x-fach allerlei Infos hinterlassen - werde ich mir aaaalles durchlesen :buch11
Ansonsten:

- Großes oder eher kleines Gerät ?
Muss mir erst anlesen, wie hierbei groß und klein definiert wird - das Juul-ding ist natürlich mega handlich, bringt mir aber am Ende auch nix, weil nicht effektiv für mich (zudem hab ich das Ding ob seiner Handlichkeit plus meiner Verwirrtheit schon hundertmal verloren, verlegt usw.)

- Längere oder nicht so lange Akkulaufzeiten ?
Mittel reicht, kann fast überall laden

- Viel oder wenig Dampf ?
Ähä…? Muss mir erst durchlesen, was da wieso con/pro ist. Per se find ich’s besser, nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich gerade wie Aladdin inner Riesen Dampfwolke der Wunderlampe entstiegen bin :-D

- Leicht oder eher fest zu ziehen ?
leicht bis mittel ok

- Darf die Bedienung komplizierter sein oder eher einfach ?
Najaaa, bin zwar kein Einzeller, aber McGyver-mässig zusammenbauen oder programmieren oder fünf Knöpfe drücken inkl. ziehen/pusten gleichzeitig o.ä - wär ich vermutlich zu blöd für (Koordinationsvermögen geht so)


Ich will zwar eh weg von der Juul, weil mich das Ding einfach nicht foppt - aber weshalb sind diese Podsysteme mit Vorsicht zu genießen? Pantschst du dir deine Liquids selbst? Da hatte ich medial mal ein paar nette Horrorstorys zu gelesen….#schockschwerenot (Wahrheitsgehalt mangels Faktencheck meinerseits unbekannt)


P.S.: von diversen Dings“-ex“ Medis hatte ich noch nie gehört und war gerade etwas baff, als ich hier mehrere Threads dazu angelesen hab. Medikamente stehen für mich nicht wirklich zur Diskussion dennoch interessant, dass es überhaupt sowas gibt :lichtan

P.P.S. Frädrich habe ich mir heute früh angehört und werd ihn mir sicher nochmal anhören - sein Schweinehund hieß btw Günther, nicht Gustav - wirklich guter Vortrag, merci nochmals ! Er lehnt zwar sämtliche Ersatzmittel ab, aber ich denke nicht, dass es für jeden bloß DEN EINEN Weg gibt. Die Kernaussagen sind aber einleuchtend und wirklich gut rüber gebracht, smarter Typ
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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Sans Tabac » Donnerstag 6. August 2020, 13:54

Okay, ich steige mal auf die Frage zu den Podsystemen ein.
Deren mechanische Quali ist für mein Befinden fragwürdig.
Die Halterungen für die Pods bestehn in der Regel aus Plastik,
nudeln also recht schnell aus. Und wenn Pod / Akku nach einigen
Malen trennen und zusammenbauen wackeln wie Lämmerschwanz,
kann ich mir nicht vorstellen, das du davon begeistert wärst.

Meine Flüssigkeiten mische ich tatsächlich selber.
Spart massig Geld und schmeckt mir besser.

In den USA gabs mal einen Fall, wo Leute an Zeug was nicht in die Flüssigkeiten gehört,
gestorben sind. Ja. Wenn man ohne Sinn und Verstand was zusammenkippt, und das
auch noch dampft, muß Mensch mit sowas rechnen.

Die Presse hat natürlich mit wildesten Behauptungen einen Hype geschoben
und damit dem elektrischen Dampfen extrem geschadet.
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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von WildeHile71 » Donnerstag 6. August 2020, 14:16

Hallo Julimond.

erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Gute Entscheidung mit dem Rauchen aufzuhören.Gratuliere dir dazu.

Les dir hier mal die Tagebücher durch.
Dort wirst du viele Infos dazu bekommen und dich des Öfteren wiedererkennen.

Für jeden Menschen gibt es seinen eigenen Weg.

Als ich aufhörte zu Rauchen , schlug mir das sehr auf die Psyche.
Erst mit Dampfgerät wurde es wieder besser.
Vorher hatte ich mich mit dem Thema gar nicht befasst.
Sans Tabac kann dir da gut weiterhelfen.

Mein Tipp:
Geh mal in einen Dampfladen und laß dich dort beraten.
Sie können dir dort echt weiterhelfen und du kannst auch ausprobieren.

Übrigens:
Hier helfen wir wo wir können.
LG WildeHilde71

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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Sans Tabac » Donnerstag 6. August 2020, 14:21

Stimmt, Offliner gibts ja auch noch... *Ähem...

Ja, würde ich mir auch mal ansehen, sich online was zu holen,
birgt schließlich auch das Risiko ins Klo zu greifen.
Ist mir auch schon passiert, btw. :lach4




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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von WildeHile71 » Donnerstag 6. August 2020, 14:48

Edit meint:

Frag erst mal nach was Einfachem.

Füllen, laden und dampfen.

So mache ich es heute noch.
LG WildeHilde71

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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Sans Tabac » Donnerstag 6. August 2020, 15:06

Warten wir mal ab, in welche Richtung es gehen soll. :nick
War bis jetzt ein bisschen viel auf einmal.
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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Julimond » Donnerstag 6. August 2020, 16:30

DANKE Euch beiden !!

Vllt. vergesse ich hier vor lauter Infos lesen in den ganzen Threads auch einfach das Rauchen, hehe.
Scherz. Irgendwann fällt's mir aktuell leider immer noch wieder ein.

Wilde Hilde, du machst mir gerade Hoffnung, dass das mit dem passenden Dampfer vllt. doch nicht sooo kompliziert wird bzw. ich nicht zu doof dafür bin - sans tabac, krasser Expertenstatus, vorhin so "Akku, Dauerstrom, ab 20A..." Ich, Denkblase "Öööh..whoooaaat?!" :umfall

Hahaha. Ihr merkt, ich habe wirklich null Plan von den Dingern, habe bis dato maximal an diesen "plain vanilla" Plastikteilen rum genuckelt. Failed.
Werde mich näher einlesen und ja, in nem Shop persönlich vorbei watscheln ist glaube wirklich das Beste, hatte ich auch null auf dem Schirm #digitalmind

MERCI !!

:windx1
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Re: Von blauem Dunst, Suchtzwergen und der grenzenlosen, menschlichen Dummheit

Beitrag von Sans Tabac » Donnerstag 6. August 2020, 20:09

Kleine Info zur ganzen Info: Befasse dich gaaaaaaaanz in Ruhe damit, hier drängelt keiner.
Und wenn was unklar ist, hau raus die Fragen. Ist besser, als wenn was nicht so läuft, wie du es haben willst. :nick

In Richtung der 20A umreisse ich mal kurz den tieferen Sinn.
Akkuzellen gleicher Größe können unterschiedlich hohe maximale Ströme abgeben.
Dieser Strom wird in Ampère (A) gemessen. Überschreitet man diesen maximalen Strom,
gehn im einfachsten Fall die Akkus kaputt. Deswegen sagte ich ja, achte bei wechselbaren Zellen
auf den max. Dauerentladestrom. Falls du dir solche holst.
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