Eine Zigarette sie zu knechten,...und ewig zu binden

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...das tut mir wirklich sehr leid, das zu hören, lieber Chrischi.

Das einzig Gute ist, dass das Rauchen noch nicht ganz im Kopf angekommen ist, dass heißt alles was ich damit bekämpfe, die Angst, Nervosität, die schlechten Gefühle bestehen nach der Zigarette weiter unverändert.

Das Rauchen wird bei dir auch nicht mehr so richtig im Kopf ankommen. Dazu weißt du schon zu viel.
Du weißt, wie toll es ist nicht zu rauchen.
Du weißt aber auch dass durch Nicht-Rauchen nicht alle deine Problem auf einen Schlag gelöst sind.
Und du weißt dass Rauchen dir nicht hilft, sondern alles nur noch schlimmer macht.
Und deshalb wirst du es auch wieder schaffen.
Das gilt für Alkohol natürlich auch.
Davon, dass du hier wie ein gewisser Mann täglich von deinen Rückfällen berichtest, davon bist du weit entfernt. Du hast wirklich schon sehr viel geleistet.
 
Hallo ihr Lieben,

danke für euren netten Worte. Das bedeutet mir wirklich sehr viel es ist halt nicht immer leicht, mit einem wie mir umzugehen, wenn doch auch die Stimmungen durch die Depressionenn so wechselhaft - und vielleicht manchmal nicht nachvollziehbar sind.

Im Moment versuche ich mich wieder zu fangen, durch zu kämpfen und habe soweit meinen Alltag mit dem Sozialverein und der Fahrradwerkstatt im Griff.
Es gibt keine Fehlzeiten, ich versuche pünktlich zu sein und alles wahr zu nehmen was ansteht.
Seit letzter Woche bin ich wieder ein "freier" Mann, das heißt trotz der letzten schweren Zeit endete die amtsgerichtliche Betreuung und sämtliche behördliche Angelegenheiten liegen wieder in meiner alleinigen Verantwortung. Unterstützung habe ich nun noch einmal in der Woche durch die Sozialarbeiterin des ambulant betreuten wohnens der Wege e.V.!
Ich versuch mich wieder mehr zu bewegen, Kontakte zu halten und etwas zu unternehmen.

Ich habe trotz der vergangenen letzten Wochen insgesamt weniger kaputt gemacht als ich befürchtet habe. Es bleibt sehr schwer aber ich versuche mich da wieder rauszuwinden und dran zu bleiben.

Ich hoffe euch geht es gut und bleibt alle so wie ihr seid und an euren Vorhaben dran, liebe Grüße Chrischi
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Chrischi,
du hast dich auf keinem Gebiet aufgegeben, ob das nun Rauchen, die Regelung deiner Angelegenheiten oder der Beruf ist. Das ist sehr schön zu hören, denn genauso geht es.
LG
Frank
 
Hallo Chrischi,
du hast dich auf keinem Gebiet aufgegeben, ob das nun Rauchen, die Regelung deiner Angelegenheiten oder der Beruf ist. Das ist sehr schön zu hören, denn genauso geht es.
LG
Frank
Danke dir Frank, nein ich gebe nur phasenweise auf, dadurch seh ich zumindestens später was ich doch zu verlieren habe, dass habe ich am deutlichsten bei den Süchten gemerkt und was damit verbunden ist.
Wie geht es dir?
 
Hallo Chrischi,
danke der Nachfrage. Abgesehen von den Sorgen, die wohl jeder hat, der mir wachen Augen durch das Leben geht und den Sorgen und Problemen des allgemeinen täglichen Wahnsinns (die hat auch jeder, bloß sind sie bei jedem anders) geht es mir "ganz OK". Am ersteren Typ von Sorgen kann ich alleine sowieso nichts ändern, also sollte ich sie gar nicht so nah an mich ranlassen.
Der zweite Typ von Sorgen erledigt sich erfahrungsgemäß meist innerhalb weniger Tage oder Wochen von selbst, oder die Erledigung tut mir zumindest nicht wahnsinnig weh und ist demnächst meist vergessen.
Rein persönliche wirklich existenzielle Probleme, ob jetzt gesundheitliche oder finanzieller Natur habe ich zur Zeit zum Glück nicht. Das vergesse ich oft, wenn meine Gedanken von einem Problem zum anderen kreisen. Meist geschieht das wenn ich schlecht geschlafen habe.
Wenn ein persönliches Problemchen erledigt ist, dann ist schupps auch schon das nächste da, auf das sich meine Gedanken fokussieren können .
Aber das ist nicht jeden Tag so. Heute war ein guter Tag. Ich habe auch gut geschlafen. Von viertel vor zehn gestern Abend bis viertel vor 6 heute morgen, waaaaahhhhnsinn!!! Nur einmal kurz aufgewacht. Aber das ist jede Nacht so. Ich stehe dann immer kurz auf, stelle mein Müsli aus dem Kühlschrank raus, damit es morgens nicht so kalt ist und gehe aufs Klo. Ich schlafe dann besser wieder ein, wenn ich mich zwinge, richtig wach zu werden. Diese Nacht bin ich direkt wieder eingeschlafen.
Es gibt natürlich auch die anderen Nächte, wo ich um 2 wach werde und dann nicht wieder einschlafe. Aber dann weiß ich eben, dass es auch wieder besser wird. Mit Alkohol und Zigaretten gäbe es über kurz oder lang nur noch solche Nächte, das steht für mich soweit fest....
 
Es gibt natürlich auch die anderen Nächte, wo ich um 2 wach werde und dann nicht wieder einschlafe.
Gibt es bei mir nach wie vor auch noch, allerdings vermute ich, dass die wechselnde Schlafqualität immer noch der Jahrzehntelangen Schichtarbeit geschuldet ist. Ich bin ja im wöchentlichen Wechsel immer um halb 4 aufgestanden...😰 Unterm Strich kann ich jedoch sagen, dass der Schlaf im allgemeinen seit dem Rauchstopp um einiges besser geworden ist.
 
Ja lieber Frank das kenne ich nur all zu gut. Mir fällt es manchmal auch schwer vor lauter Problemchen auch das Gute zu sehen. Es fällt nicht immer leicht die Gedanken von den Problemen ab zu fokosieren, sich auf Gutes zu konzentrieren und auch an sich ran zu lassen.
Mit dem Schlafen hat sich bei mir auch gebessert, ich kann gut nachvollziehen wie du dich drüber freust wenn es gute Nächte gibt aus denen man auch erholt hervorgeht.
Beide Süchte, der Alkohol und das Rauchen hatten in den letzten Wochen meiner scheiß egal Stimmung erheblichen Einfluss auf das Empfinden, das Denken und das Schlafen. Allesamt waren negativ und haben alles noch verschlimmert.
 
Heute habe ich mich wieder nach den Wochen der Rückfälle an meine erste größere Fahrradtour getraut und muss sagen, dass ich schlimmeres befürchtet habe. Die Fitness hat nicht signifikant gelitten, ich merke nur dass ich etwas schneller außer Atem bin. Ich denke das ist nichts, dass sich nicht auch wieder beheben lässt. Die letzten Tage habe ich wieder mehr für mich getan und unternommen.
Insgesamt soll es aber keine Ermutigung sein rückfällig zu werden, ich hätte mir diese ganzen Umstände locker ersparen können.
Aber wie es eben ist, durch den Selbstzerstörungsdrang mach ich es mir im Nachhinein wieder schwerer.
Dennoch ist es eben so und es wird sicher nicht das Letzte Mal gewesen sein.
 
Heute bin ich nun das erste Mal nach den verkorksten rückfälligen Wochen wieder mit dem Rad zur Fahrradwerkstatt gefahren.
Die Hinfahhrt ging es die 20 km recht gut, rückzu war es sehr anstrengend und ich merke dass ich die vergangenen Wochen nichts mehr gemacht habe.
Dennoch insgesamt betrachtet lassen sich die Verluste mit ein bisschen Übung und Hartnäckigkeit doch schnell wieder ausgleichen denk ich, da bin ich recht zuversichtlich.

Ich bin noch ein bisschen verzweifelt warum es immer wieder dazu kommt. Ich weiß nicht wie viele Wochen ich nach drei Jahren wieder geraucht habe, ich denk mal es waren ungefähr 5. Das Trinken kommt ja leider recht regelmäßig einmal im Jahr für ein paar Tage vor.

Auf jeden Fall hab ich das Trinken vor 4 Wochen wieder eingestellt.
Rauchen tu ich auch nicht mehr seit ungefähr 14 Tagen, das hätte echt nicht sein müssen, dennoch ging es etwas leichter als vor 3 Jahren, weil ich denke dass das Nichtrauchen noch verankert ist. Dennoch hatte ich die ersten 4, 5 Tage wieder mit Entzug zu kämpfen. Mittlerweile geht es wieder und ich hoffe ich schaff es weiter mich wieder aufzubauen.
 
Es ist momentan schon eine verzwickte Situation.
Jetze 18 Tage nach meinem ersten wirklichen Rückfall von mehreren Wochen, ist der Zustand wirklich eigenartig.
Beides das Rauchen und das Nichtrauchen haben sich irgendwie völlig vermischt. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben.

Auf der einen Seite fällt es mir total leicht und es scheint so als hätte ich nie geraucht, auf der anderen Seite fühlt es sich manchmal an als hätte ich den totalen Entzug und grad eben aufgehört. Es kommt überfallartig und so wie es kommt ist es auch wieder vorbei.
Konsequenter Weise müsste ich natürlich meinen Ticker (oder wie man das schreibt) neu starten, irgendwie hab ich dann aber das Gefühl es hätte die drei rauchfreien Jahre nicht gegeben und würde mich im Moment eher demotivieren.

Fakt ist, dass ich vor ein paar Wochen nicht ausversehen in die Raucherei abgerutscht bin, sondern es bewusst herbei geführt habe.
Nach den ersten Zigaretten/Tagen hätte ich es sofort lassen können, nach ein paar Wochen sah das nun wieder anders aus.
Und nun........nun hab ich mir die jetzige Situation selbst eingebrockt bin aber froh dass ich es doch schaffen kann da wieder raus zu kommen.
18 Tage sind es nun wieder und jeder weitere Tag dürfte diesen Fehler wieder wettmachen.
 
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